Kapitel 24

1018 Words

Die Alten. Die Kinder. Die Stärksten. Und Selene. Sie stand im Hof. Allein. Das Weiß umgab sie wie ein Mantel. Sie hob die Hände. „Ich gehe“, sagte sie laut. Ihre Stimme trug weit. „Wenn ich bleibe, nehme ich euch alle mit. Wenn ich gehe, bleibt ihr. Lebt. Liebt. Erinnert euch.“ Viktor rannte zu ihr. Packte sie. „Nein.“ Liesel war neben ihm. Hielt Selenes andere Hand. „Nein.“ Selene sah sie an. Ihre weißen Augen füllten sich mit Tränen. Weiße Tränen. „Es gibt keinen anderen Weg.“ „Doch“, sagte eine neue Stimme. Aus dem Schatten des Turms trat eine Gestalt. Klein. Zerbrechlich. Ein Mädchen. Nicht älter als zehn. Mit Haaren, die silbern, schwarz, golden und violett schimmerten. Ihre Augen waren vierfarbig. Ein Ring um den anderen. Sie ging langsam auf Selene zu.

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