Kapitel 30

1033 Words

Er drehte sich um. Das Rudel lag verstreut im Gras, das jetzt wirklich grün war, d**k und feucht vom Tau der ersten echten Nacht seit Ewigkeiten. Manche atmeten noch flach. Manche hatten die Augen offen, starrten in den Himmel, als könnten sie nicht glauben, dass da oben wieder Wolken waren und nicht nur endlose Leere. Torvald lag auf dem Rücken, die breite Brust hob und senkte sich in tiefen, rasselnden Zügen. Blut klebte in seinem grauen Bart, aber es war sein eigenes Blut, warm, lebendig, nicht das kalte Weiß von vorher. Liesel kniete ein paar Schritte entfernt. Ihre Hände lagen flach auf der Erde. Finger gruben sich in den Boden, als wollte sie sich vergewissern, dass er nicht wieder verschwindet. Ihre Schultern bebten. Kein Weinen. Kein Schluchzen. Nur ein tiefes, rhythmisches Zitter

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