Aeris Die Nacht breitet ihren Schattenmantel über das Schloss aus und hüllt die Flure in Stille. Nur das Knistern einer flackernden Kerze durchbricht diese drückende Ruhe. Ich sitze am Rand des Bettes, meine Finger verkrampft auf dem dunklen Stoff meines Kleides. Die Luft ist schwer, geladen mit einer Spannung, die ich nicht ganz verstehe. Mein Geist ist wirr, verloren zwischen dem, was ich fühle, und dem, was ich nicht wahrhaben will. Ich sollte mich freuen, einen Moment der Einsamkeit zu haben. Doch mein Herz schlägt zu laut, als ob ich auf etwas… oder jemanden warte. Ein leises Geräusch im Flur lässt mich zusammenzucken. Mein Atem stockt, mein Körper erstarrt. Im nächsten Moment öffnet sich die Tür in einer beunruhigenden Stille. Damián. Er tritt mit der Langsamkeit eines Raubtier

