Die Nachmittagssonne hing tief über Hamburg, ein roter Schimmer spiegelte sich im Wasser der Elbe, doch in der kleinen Pension in Altona, wo Lukas Teufel und sein Team sich verkrochen hatten, war die Stimmung düster. Die Luft roch nach altem Holz und billigem Kaffee, und die Wände der engen Zimmer waren dünn genug, um das Husten des Nachbarn zu hören. Lukas saß auf einem wackeligen Stuhl, die Boxhandschuhe in den Händen, seine Finger trommelten unruhig darauf. Sein Körper war ein Flickenteppich aus Schmerzen – die Kämpfe in Berlin und der Morgen in Hamburg hatten Spuren hinterlassen –, aber sein Grinsen war breit, ein Zeichen, dass er bereit war, alles zu geben. Hanna Sturm stand am Fenster, ihre Waffe auf dem Tisch, ein frischer Verband um ihren Arm. Sie spähte durch die schmutzigen Vorh

