Die WG-Wohnung in Prenzlauer Berg war ein Schlachtfeld aus Erschöpfung und Staub, als die Morgendämmerung über Berlin kroch. Lukas Teufel saß auf einem wackeligen Stuhl, die Boxhandschuhe neben sich, ein provisorischer Verband um Schulter und Bein. Blut tropfte auf den Holzboden, aber sein Grinsen war breit – ein Zeichen, dass er den Kampf liebte, egal wie hart er war. Sergej Kowal lag gefesselt in der Ecke, sein Anzug zerfetzt, die Narbe an seinem Hals glühte im schwachen Licht einer Lampe. Seine Augen waren kalt, doch ein Hauch von Schmerz zuckte darin. Hanna Sturm stand am Fenster, die Pistole auf dem Tisch, eine Tasse Kaffee in den Händen – ihre Rippen schmerzten, aber sie hielt sich aufrecht, ihre Augen wachsam. Klara Rauch lehnte an der Wand, ihr Arm verbunden, das Klappmesser in de

