Kapitel 6 Seite3

2318 Words

Am nächsten Morgen war er wieder weg. Der Raum war still, nur das leise Rascheln der Vorhänge war zu hören, als ein sanfter Wind durch das Fenster strömte. Auf seinem Kopfkissen lag eine Rose – eine tiefrote, perfekt geformte Blüte, deren Anblick sofort Erinnerungen in Christine wachrief. Diese Szene kam ihr bekannt vor. Er hatte das schon einmal gemacht, damals, als sie noch ein Teenager war, als er alles tat, um sie für sich zu gewinnen. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in ihrem Bauch aus, während sie die Rose anstarrte. Hatte er wirklich ein schlechtes Gewissen, weil er nach Seattle fliegen würde? Oder war das nur eine weitere Manipulation, um sie in seine Welt zurückzuziehen? Christine fühlte sich hin- und hergerissen. Die Rose war schön, ein Zeichen von Zuneigung, aber gleichzeiti

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