Kapitel 3: Abenteuer Freiwilligencamp

1073 Words
~Königin~ Nachdem ich mich vor meinem großen Bruder Prinz blamiert hatte, folgte ich ihm wie immer, vielleicht sogar noch mehr als zuvor. Jetzt will Prinz mich kaum noch ansehen und weigert sich, mit mir zu reden, aber das ist mir egal, denn ich glaube, dass Beharrlichkeit alles besiegt. Heute organisierte die Universität ein Freiwilligencamp, um Schulen und Dörfer in Not zu besuchen. Ich wusste, dass Prinz im Komitee war und mit musste, also habe ich April und Anna eingeladen, auch mitzukommen. Ich musste um 4 Uhr morgens aufstehen und die beiden anrufen, um sie zu wecken, weil der Bus um 5:30 Uhr abfahren sollte. Ich kam gegen 5 Uhr morgens am Treffpunkt an und bald waren alle meine Freunde da. Ich suchte die Gegend nach Prinz ab. Da ist er! „Prinz“, rief ich seinen Namen und winkte ihm zu. Prinz drehte sich zu mir um. Er lächelte, aber als er mich sah, hörte er auf. Trotzdem zwang ich mich zu einem Lächeln, freute mich, ihn zu sehen, und ging sofort zu ihm hinüber. „Bist du mit ihnen gekommen?“ „Ja, Königin wollte mitkommen.“ „Wolltest du mir folgen oder bist du wirklich an Freiwilligenarbeit interessiert?“ „Beides“, antwortete ich mit einem Grinsen. Prinz schüttelte leicht den Kopf. „Es ist nicht so einfach und lustig, wie du denkst, Königin. Ich finde, du solltest zurückgehen.“ „Nein, Königin geht mit.“ „Na gut, wie du willst“, seufzte Prinz, bevor er sich umdrehte. Meine Freunde und ich saßen mit Prinz im selben Reisebus, aber er saß hinten, während ich vorne saß. Dann war es Zeit, zu einer Schule in den Bergen in einer nördlichen Provinz aufzubrechen. Unterwegs gab es Musik und Tanz, was die Fahrt sehr lebhaft machte. Wir brauchten etwa 10 Stunden bis zum Ziel und kamen gegen Abend an. Als die Freiwilligengruppe an der Schule ankam, wurden wir von den Dorfbewohnern begrüßt und es wurde das Abendessen vorbereitet. Nach dem Essen gingen alle duschen und machten sich bettfertig, da wir am nächsten Tag die heruntergekommenen Einrichtungen der Schule renovieren mussten. Wir würden drei Tage und zwei Nächte dort bleiben. „Bist du nicht müde?“, fragte April mich, als ich den Älteren zusah, wie sie unter einem großen Baum fröhlich Gitarre spielten und sangen. Unter ihnen war auch Prinz, der Gitarre spielte. „Nicht wirklich.“ „Nicht müde oder nur, weil du den Jungs zusiehst?“, fragte April wissend. „Auf keinen Fall! Ich bin wirklich nicht müde, ich sitze nur hier und schaue mich um.“ „Okay, dann geh ich mal ins Bett.“ Damit ging April in das Klassenzimmer, das jetzt unser Schlafzimmer war. „Okay, ich komm gleich nach.“ Dann schaute ich wieder zu den älteren Schülern. Meine Augen sahen nur Prinz. Was für ein Typ-so gutaussehend, kann super Gitarre spielen und singt auch noch schön. Nach einer Weile wurde ich müde und ging ins Bett. Am nächsten Morgen ~Prinz~ Letzte Nacht hatten wir bis spät in die Nacht Gitarre gespielt und mussten heute früh aufstehen, um unsere Aufgaben zu erledigen. Egal, was ich tue oder wohin ich gehe, es gibt immer jemanden, der mir überallhin folgt. Diese Person ist die kleine Unruhestifterin. Ich habe sie so satt. Ich weiß nicht, warum sie mir ständig folgt. Ich habe mit ihr gesprochen und sie ausgeschimpft, aber es ist ihr völlig egal. Sie verhält sich immer noch genauso wie zuvor, oder vielleicht sogar noch schlimmer, seit dem Tag, an dem sie sich vor mir ausgezogen hat. Heute Morgen gab es Reisbrei, den die Dorfbewohner gekocht hatten. Danach teilte der Leiter des Freiwilligenteams uns in Gruppen ein und verteilte die Aufgaben. Die Männer übernahmen die schwere Arbeit, während die Frauen die leichteren Aufgaben erledigten. Heute Abend fand ein Lagerfeuerfest mit Vorführungen der Schulkinder statt. Der Spaß begann, nachdem wir hart gearbeitet, geduscht und gegessen hatten. Wir versammelten uns um das Lagerfeuer, das auf der Wiese der Schule aufgebaut war. „Ähm...bist du der Prinz?“ Das hübsche Mädchen, das neben mir saß, drehte sich zu mir um und fragte mich. „Ja, das bin ich.“ „Ich heiße Nina und bin im zweiten Jahr an der Fakultät für Kunst“, stellte sich das hübsche Mädchen mit einem süßen Lächeln vor. „Oh...schön, dich kennenzulernen.“ „Hast du eine Freundin, Prinz?“, fragte das hübsche Mädchen erneut, und bevor ich antworten konnte, antwortete jemand anderes für mich. „Prinz ist verlobt“, sagte Königin, die zwischen mir und dem hübschen Mädchen saß. „Stimmt das, Prinz?“, fragte das hübsche Mädchen mich erneut. „Nein, das stimmt nicht“, antwortete ich schnell. „Das mag jetzt vielleicht nicht wahr sein, aber es wird wahr werden, denn Prinz und ich werden uns verloben. Also brauchst du dich nicht um meinen Prinz zu kümmern.“ „Du bist nur eine Jüngere. Lerne, respektvoll mit Älteren zu sprechen.“ „Warum sollte ich jemanden respektieren, der mir meinen Verlobten wegnehmen will?“ „Hey! Du...“ Das hübsche Mädchen schien sehr verärgert zu sein. „Königin, hör sofort auf damit. Mach hier keine Szene“, wandte ich mich mit unzufriedener Stimme an Königin. „Ich muss mich bei Nina entschuldigen.“ „Warum entschuldigst du dich bei ihr?“ „Königin, ich habe dir gesagt, du sollst aufhören“, fuhr ich Königin erneut an. „Vielleicht sollte Nina lieber dort rübergehen. Wenn sie hier sitzt, könnte sie von einem tollwütigen Hund gebissen werden“, sagte das hübsche Mädchen, bevor sie aufstand und auf die andere Seite ging. „Du bist der tollwütige Hund“, gab Königin ihr nach. „Königin, wann hörst du endlich auf, dich so zu benehmen? Wie lange willst du noch eifersüchtig und besitzergreifend sein? Wie lange willst du mich noch verfolgen?“, fragte ich leise, sodass nur wir beide uns hören konnten. „Bis du meine Liebe akzeptierst, Prinz“, antwortete sie. „Ha! Träum weiter. Jetzt geh weit weg von mir sitzen. Du musst nicht neben mir sitzen.“ „Nein, ich werde neben dir sitzen, Prinz.“ Seufz... Ich konnte nur wiederholt seufzen. Als die Feier am Lagerfeuer zu Ende war, war es bereits zehn Uhr. Danach gingen alle schlafen, da wir morgen einen weiteren Arbeitstag vor uns hatten. Am Tag danach würden wir zurück nach Bangkok fahren.
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