KAPITEL DREIUNDSECHZIG Irina Ich stand in meinem wunderschönen weißen Kleid am Altar. Mein Herz klopfte vor Nervosität und Aufregung. Das geschah wirklich. Ich würde Dimitri heiraten. Als er mir den Antrag machte, war ich wie vom Blitz getroffen. Völlig überwältigt. „Lass uns heiraten“, hatte er gesagt, seine Stimme ernst, aber warm. Einen Moment lang konnte ich nicht sprechen. Ich konnte nicht denken. Ich konnte nicht atmen. Tausend Gedanken rasten mir durch den Kopf. Das war gefährlich. Das war Wahnsinn. Alexei würde es niemals akzeptieren. Die Unterwelt würde uns verspotten. Es würde Konsequenzen haben. Doch als ich in Dimitris ozeanblaue Augen blickte, schienen all meine Ängste irgendwie kleiner. „Ich weiß, es ist gefährlich“, sagte ich schließlich. „Ich weiß, das wird Proble

