KAPITEL EINUNDSECHZIG Irina Die Tränen hörten nicht auf zu fließen. Sie strömten wie heiße Flüsse über mein Gesicht und verschleierten meine Sicht. Meine Brust hob und senkte sich in Schluchzern, die ich nicht unterdrücken konnte. „Er hat mich nie gerettet“, flüsterte ich unter Tränen. „Es war alles nur in meinem Kopf. Alles nur Einbildung.“ Meine Hände zitterten heftig, als ich nach der Infusionsnadel in meinem Arm griff. Ich musste hier weg. Ich musste herausfinden, wo ich wirklich war und ob das alles wirklich nur Einbildung war. Die Nadel war festgeklebt, aber ich zupfte verzweifelt mit zitternden Fingern an den Rändern. „Los, los“, murmelte ich, meine Sicht war noch immer verschwommen vom Weinen. Schließlich löste sich das Klebeband, und ich packte die Nadel, bereit, sie her

