Der Fleischraum war ein einziger Wirbelwind aus Lärm, Gelächter und einer obszönen Menge rotem Fleisch gewesen. Als Svens riesiger Truck am Mitarbeitereingang der Arena hielt, war es bereits nach 22 Uhr. Die Straßenlaternen summten und warfen lange orangefarbene Schatten auf den schneebedeckten Asphalt. „Willst du nicht lieber mitfahren, Schwesterchen?“, fragte Sven und ließ den Motor im Leerlauf laufen. Der Truck vibrierte unter uns wie eine schnurrende Katze. „Geht nicht“, seufzte ich und schnallte mich ab. „Ich habe mein Laptop-Ladegerät im Personalraum liegen lassen. Wenn ich es jetzt nicht hole, kann ich morgen nicht für die Zwischenprüfung lernen … und dann falle ich durch und werde obdachlos.“ „Du übertreibst aber“, brummte Sven, grinste aber dabei. „Okay … kein Problem, Captain

