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Zwischen uns hätte nichts sein dürfen.

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Amelia Cruz 17 Jahre alt.Braunhäutig mit voluminösem Afrohaar und warmen braunen Augen.Amelia ist introvertiert, beobachtend und sehr sensibel. Sie denkt viel nach und stellt sich oft selbst infrage. Aufgewachsen in schwierigen Verhältnissen, hat sie früh gelernt, mit wenig auszukommen und sich selbst durchzukämpfen.Sie wünscht sich vor allem eines: irgendwo wirklich dazuzugehören.Als sie Luana kennenlernt, verändert sich ihr Leben – und ihre Vorstellung davon, was Freundschaft und Liebe bedeuten.

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Kapitel 1 Der Zug in der Nacht
Der Zug setzte sich langsam in Bewegung, doch Amelia hatte das Gefühl, dass ihr Leben bereits Stunden zuvor entgleist war. Sie starrte aus dem Fenster, ohne wirklich etwas zu sehen. Die Lichter der Stadt verschwammen zu langen Streifen in der Dunkelheit. Zum zweiten Mal in ihrem Leben stellte sie ihre eigene Existenz infrage – genau wie damals, als sie mit zwölf Jahren ins Heim gekommen war. Die Fragen hörten einfach nicht auf. Habe ich alles zerstört? Hat sie mich jemals wirklich geliebt? Oder war ich nur ein Spiel für sie? Und die schlimmste Frage von allen: Habe ich sie überhaupt geliebt? Was ist Liebe überhaupt? Und was unterscheidet sie von Freundschaft? Amelia hätte sich vieles vorstellen können – Streit, Distanz, vielleicht sogar ein Ende ihrer Freundschaft. Aber dass Luna sie einfach hinauswerfen würde … Damit hatte sie nie gerechnet. Der Zug ruckelte leicht, als er an Geschwindigkeit gewann. Die Lichter der Stadt verschwanden langsam hinter der Scheibe. Amelia zog ihre Jacke enger um sich. Im Abteil war es warm, aber sie fror trotzdem. Neben ihr stand der kleine Koffer mit ihren wenigen Sachen. Drei Taschen. Mehr war von ihrem Leben gerade nicht übrig geblieben. Ihr Handy vibrierte plötzlich in ihrer Hand. Mama Amelia starrte einige Sekunden auf den Namen, bevor sie abhob. „Amelia?“, sagte ihre Mutter sofort. „Wo bist du jetzt?“ Amelia schluckte. „Im Zug.“ Am anderen Ende der Leitung wurde es für einen Moment still. „Du kommst wirklich nach Hause?“ Amelia sah wieder aus dem Fenster. Dunkelheit zog vorbei, nur gelegentlich unterbrochen von einzelnen Lichtern. „Ich glaube schon.“ Ihre Mutter atmete hörbar aus. „Was ist passiert? Du hast nur gesagt, ihr hattet Streit.“ Amelia schloss kurz die Augen. Der Streit. Das Wort fühlte sich falsch an. Zu klein. Zu harmlos. „Es ist kompliziert“, sagte sie schließlich leise. Ihre Mutter schwieg einen Moment. „Hat sie dich wirklich rausgeworfen?“ Amelia antwortete nicht sofort. In ihrem Kopf tauchte plötzlich wieder das Bild der Wohnung auf. Die offene Tür. Die kalte Luft im Flur. Und Lunas Stimme. „Geh einfach, Amelia.“ Amelia öffnete die Augen wieder.„Ja“, sagte sie schließlich.„Sie hat mich rausgeschmissen.“ Der Zug fuhr weiter durch die Nacht. Amelia wusste noch nicht, dass diese Nacht nur der Anfang war.

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