bc

Nachfahren der Dunklen Begierden

book_age16+
0
FOLLOW
1K
READ
dark
love-triangle
mafia
mystery
scary
vampire
mythology
magical world
enimies to lovers
harem
polygamy
like
intro-logo
Blurb

Im Schatten von Lovecraft County werden Bündnisse im Schweigen geschmiedet und in Flüstern zerbrochen. Tsuki Miki Delphos steht maskierten Rivalen gegenüber, die um Macht durch Spiele der Verführung und Intrige kämpfen. Die Delphos‑Korporation wird Ziel interner Verschwörungen, und jeder Sitzungssaal birgt mehr Geheimnisse als jede arkane Höhle.

Der Protagonist muss durch gefährliche Leidenschaften und dunkle Pakte navigieren, während verhüllte Gestalten das Schicksal der Stadt manipulieren. Macht ist eine seltene Währung, und Leidenschaft die tödlichste Waffe. Tsuki entdeckt, dass selbst seine engsten Verbündeten verkleidete Feinde sein könnten – und dass das wahre Spiel nicht auf den Straßen, sondern in den Schatten stattfindet, die Lovecraft County regieren.

Der Sitzungssaal der Delphos‑Korporation zerreißt, und durch einen Riss aus reinem weißen Licht tritt Tsuki hervor, mit Fingerspitzen, aus denen Seelenfeuer tropft. Ein Mann, der tot sein sollte, kehrt nun von der Schwelle der Existenz zurück, mit einem Bericht, der jede kommende Katastrophe detailliert beschreibt.

Götter und Monster, einst die Herrscher von Lovecraft County, erstarren in seiner Gegenwart; ihre uralten Kräfte werden bedeutungslos angesichts seiner kosmischen Macht. Tsuki bietet ihnen Erlösung von der drohenden Vernichtung an – verlangt jedoch Loyalität, um den Zusammenbruch ihrer Reiche zu verhindern.

Doch während er seine neue Herrschaft festigt, erscheint eine gigantische, schlangenartige Schattenfigur am Himmel – ein Großer Drache, pulsierend mit unbekannter Macht, der droht, seine sorgfältig geplanten Strategien zu zerstören und eine Wahrheit zu enthüllen, die furchterregender ist als jede Prophezeiung.

Welche dunkle Kraft hat Tsuki entfesselt? Und kann selbst ein Mann, der das Ende der Zeiten gesehen hat, eine Legende beherrschen, die über alle Grenzen hinausgewachsen ist?

chap-preview
Free preview
1
Die Luft im Sitzungssaal der Delphos Corporation riss auf. Weißes Licht ergoss sich über den Mahagonitisch und löschte die Ritualkerzen aus. Dieses Licht flackerte nicht. Es summte in einer Frequenz, die die Dielen ächzen ließ. Tsuki trat durch den Riss; von seinen Fingerspitzen tropfte Seelenfeuer. Die Flammen versengten den Teppich nicht; sie existierten einfach und strahlten eine kalte, kosmische Hitze aus. Die übernatürlichen Klienten erstarrten. Hekate brach ihre Beschwörung mitten in einer Silbe ab. Der Vampirfürst griff sich an die Kehle, als hätte er verlernt zu atmen. Neben ihm sträubte sich das Fell des Werwolf-Alphas. Seine Nüstern bebten, als sie den Geruch eines Raubtiers wahrnahmen, das nicht zur irdischen Nahrungskette gehörte. Die Vertreterin der Hexen griff nach ihren Schutzamuletten, doch ihre Hände zitterten zu stark, um sie zu fassen. Sie wusste, dass diese Schutzzauber bloßes Spielzeug waren im Vergleich zu der Energie, die den Raum erfüllte. Tsuki stand inmitten des Chaos. Zariels Macht floss wie Eiswasser durch seine Adern. In seinen Augen wirkte der Sitzungssaal klein und zerbrechlich. Er erinnerte sich an diese Wände aus seinem früheren Leben, doch nun kamen sie ihm wie ein Puppenhaus vor. Das Hauptbuch drückte gegen seine Rippen – eine schwere Mahnung an die Zukünfte, die allein er kontrollierte. Er sah Hekate an. Die Göttin kniff die Augen zusammen; ihr göttlicher Blick mühte sich vergeblich, den silbernen Glanz zu durchdringen, der ihn umgab. Sie verharrte in einer Haltung, die sowohl eine Geste der Begrüßung als auch einen Bannspruch hätte einleiten können. Tsuki hätte verschwinden können. Er hätte sich in den Riss zurückziehen können, um eine subtile Machtübernahme zu planen. Stattdessen ließ er das Seelenfeuer aufflammen. Er wollte, dass sie es sahen. Er wollte, dass sich in Lovecraft County die Nachricht verbreitete, dass die alten Hierarchien tot waren. Er trat vor, und der Riss schloss sich hinter ihm mit einem scharfen Knall. „Du wirkst angespannt, Hekate“, sagte Tsuki. Seine Stimme trug das Gewicht eines sterbenden Sterns. Hekate hob die Hand; Macht sammelte sich in ihrer Handfläche. „Du solltest nicht hier sein. Dieses Gesicht gehört einem Toten.“ „‚Tot‘ ist ein relativer Begriff“, erwiderte Tsuki. Er rückte seine Jacke zurecht; seine Bewegungen waren fließend und präzise. „Ich stellte fest, dass es dem Jenseits an angemessener Führung mangelte. Also bin ich zurückgekehrt, um deine in Ordnung zu bringen.“ Der Vampirfürst fand seine Stimme wieder, auch wenn sie brüchig klang. „Wer bist du?“ Tsuki wandte den Blick ihm zu. Der Vampir zuckte zusammen, als wäre er geschlagen worden. „Ich bin der Mann, der dieses Unternehmen aufgebaut hat. Ich bin auch der Mann, der zugesehen hat, wie eure Zivilisation in zehntausend Jahren zu Asche verbrannte. Ihr könnt mich Tsuki nennen.“ Hekate senkte leicht die Hand; ihre Augen weiteten sich, als sie endlich die Seele hinter dem kosmischen Feuer erkannte. „Tsuki Miki Delphos. Du solltest nur noch eine Erinnerung sein.“ „Ich hatte es satt, bloß eine Erinnerung zu sein“, sagte Tsuki. Er schritt auf das Kopfende des Tisches zu, während das Seelenfeuer wie ein königlicher Umhang hinter ihm herwogte. „Das Ritual, das ihr gerade vollzogen habt, ist nutzlos. Ich habe das Ende der Zeit gesehen, und ihr kommt darin nicht vor. Es sei denn natürlich, ihr hört auf mich.“ Er setzte sich auf den Hauptstuhl. Stille herrschte im Konferenzraum. Die Ära der Götter und Monster war vorüber. Die Ära des Tsuki hatte begonnen. Hekates Hand zitterte; weiße Energie sammelte sich in ihrer Handfläche. Das Licht warf gezackte Schatten auf den Mahagonitisch. Sie betrachtete ihn nun mit geschärftem Blick. „Du hättest tot bleiben sollen.“ „Der Tod langweilte mich.“ Tsuki griff in seine Jacke. Hekate senkte die Hand. Die Energie verflüchtigte sich. Sie trat näher, um die Einträge zu prüfen. „Das ist …“ „Eine Prophezeiung“, sagte Tsuki. Er blätterte eine Seite um. „Der Zusammenbruch von Ashford Holdings steht in drei Wochen bevor. Deine Vampir-Klienten haben dort ihr gesamtes Vermögen gebunden.“ Der Vampirfürst schnappte nach Luft. „Das ist unmöglich. Ashford ist das stabilste Unternehmen der Stadt.“ „Es ist profitabel – bis die Veruntreuungen des CEO ans Licht kommen“, sagte Tsuki. Er sah Hekate direkt in die Augen. „Ich habe es gesehen. Ich habe das Ende der Zeit gesehen und jeden Fehler, der dazu führte.“ Hekate fuhr mit den Fingern über die Schriftzeichen. Sie verglich die Vorhersagen mit ihren eigenen Informationen. Der erste Eintrag deckte sich mit einem Bericht, den sie gestern erhalten hatte. Der zweite stimmte mit Gerüchten aus ihrem Hexennetzwerk überein. Der dritte betraf etwas, das nur sie wissen konnte. Sie blickte auf. „Das ist echtes Insiderwissen.“ „Es ist göttliche Erkenntnis“, sagte Tsuki. „Ich habe diese Fakten nicht gestohlen. Ich habe sie mir verdient, indem ich zusah, wie Zivilisationen zu Asche verbrannten.“ Der Werwolf-Alpha knurrte. „Warum bringst du uns das?“ „Weil auch eure Besitztümer verbrennen werden“, sagte Tsuki. Er schlug das Buch mit einem schweren Schlag zu. „Es sei denn, ich entscheide mich, das zu verhindern.“ Hekate musterte ihn. Kosmisches Feuer haftete noch immer an seiner Haut, doch sie erkannte in ihm den Mann wieder, der vor drei Jahren die Delphos Corporation aus dem Nichts aufgebaut hatte. Er hatte nichts als Schulden und offene Fragen hinterlassen. Nun stand er als jemand anderes vor ihr. „Was willst du?“, fragte sie. „Eure Unterstützung“, sagte Tsuki. Er lächelte nicht. „Sagt euren Klienten, dass ich zurückgekehrt bin. Sagt ihnen, dass ich retten kann, was sie gerade zu verlieren drohen. Im Gegenzug werde ich jede Katastrophe verhindern, die in diesem Buch verzeichnet ist.“ Die Klienten blickten zu Hekate. Ihr Vermögen hing von ihrem Wort ab. Sie erkannte die politische Bedeutung dieses Augenblicks. Wenn sie einen Propheten unterstützte, würde sie zur Göttin werden, die seine Rückkehr als Erste gesehen hatte. Doch sie fühlte... ...eine Macht in ihm, die sie nicht benennen konnte. „Und wenn ich ablehne?“, fragte sie. „Dann sieh zu, wie ihre Reiche in drei Wochen zusammenbrechen“, sagte Tsuki. „Sieh zu, wie sie dir die Schuld daran geben, dass du nicht erkannt hast, was ich zu verhindern anbot.“ Hecates Finger erstarrten auf dem Ledereinband. Stille breitete sich im Raum aus, während sie ihre Entscheidung traf. Hecate schloss das Buch. Das dumpfe Geräusch von Leder auf Holz signalisierte das Ende der Debatte. Sie blickte zu den drei Vertretern auf der anderen Seite des Tisches. Die Knöchel des Vampirfürsten traten weiß hervor, als er sich auf das Mahagoni stützte. Der Werwolf-Alpha ließ seine Krallen mit einem leisen Klicken in die Fingerspitzen zurückgleiten. Die Hexe ließ ihre Amulette in ihren Ärmeln verschwinden. „Ihr steht vor einem Propheten“, sagte Hecate. Ihre Stimme wurde nicht lauter, doch sie erfüllte den ganzen Raum. „Tsuki Miki Delphos ist von der Schwelle des Daseins zurückgekehrt. Er sieht Dinge, die uns verborgen bleiben. Er bietet einen Weg, jene Katastrophen zu überleben, die ihr noch nicht einmal geahnt habt.“ Der Vampirfürst setzte sich aufrecht hin. „Du bürgst persönlich für ihn?“ „Das tue ich“, antwortete Hecate. „Das Buch ist echt. Sein Wissen ist wahrhaftig. Wer ihm folgt, wird die kommenden Tage überstehen. Wer ihn ignoriert, wird verbrennen.“ Die drei Klienten sahen einander an. Der Werwolf nickte einmal. Die Hexe neigte als Zeichen stillen Respekts das Haupt. Der Vampirfürst wirkte nicht mehr ängstlich. Er sah aus wie ein Mann, der im Kopf Berechnungen anstellte. „Wir verstehen“, sagte der Vampir. Hecate lächelte. „Gut. Geht jetzt. Sagt euren Netzwerken, dass eine neue Macht in Lovecraft County Einzug gehalten hat. Sagt ihnen, dass Tsuki Miki Delphos die Zukunft sieht. Sagt ihnen, dass er für Verhandlungen offen ist.“ Die Klienten erhoben sich und gingen auf die Flügeltür zu. Ihre Schritte hallten auf dem Marmorboden wider. Tsuki blickte ihnen nach. Hecate hatte genau das getan, was er brauchte. Sie hatte diese Zeugen zu Boten seiner Legende gemacht. Der Plan ging auf. Der Vampirfürst griff nach der Messingklinke. Er hielt inne. Draußen vor den Fenstern des Konferenzraums flackerte der Himmel über der Skyline der Akropolis. Ein gewaltiger, schlangenartiger Schatten erschien über der Stadt. Er bewegte sich lautlos und verdeckte die Sterne. Der Große Drache pulsierte einmal. Dann pulsierte es erneut. Das Seelenfeuer auf Tsukis Haut flammte hellblau auf. Es brannte mit einer Hitze, wie er sie noch nie zuvor gespürt hatte. Hekate wandte sich ihm zu. Ihre Augen weiteten sich, als ihr göttlicher Blick seine Fassade durchdrang. „Was hast du getan, Tsuki?“ Tsuki spürte, wie sein Selbstvertrauen schwand. Er hatte die Bestie nicht heraufbeschworen. Er hatte nicht geplant, dass sich der Drache hier zeigen würde – und schon gar nicht vor den Leuten, die er beeindrucken musste. Der Schatten am Himmel pulsierte ein drittes Mal. Die Klienten erstarrten in der Tür. Sie starrten durch die Glasscheibe, den Ausdruck schrecklicher Erkenntnis im Gesicht. Der Drache verschwand in der Nacht. Der Himmel wurde wieder schwarz. Doch die Stille im Raum hatte sich verändert. Hekate starrte Tsuki an. Sie sah nun etwas Neues in ihm. Die Klienten verharrten regungslos, die Hände zitternd, nahe der Tür. Die Angst, die sie zuvor empfunden hatten, war etwas weitaus Schlimmerem gewichen. Sie hatten gerade einen Propheten anerkannt, doch nun begriffen sie, dass er eine Macht in sich trug, die ihr Verständnis der Welt bei Weitem überstieg. Tsuki erkannte, dass seine Legende zu groß geworden war, als dass er sie noch hätte kontrollieren können.

editor-pick
Dreame-Editor's pick

bc

Unscentable

read
2.1M
bc

He's an Alpha: She doesn't Care

read
853.4K
bc

Claimed by the Biker Giant

read
2.1M
bc

Holiday Hockey Tale: The Icebreaker's Impasse

read
1.0M
bc

A Warrior's Second Chance

read
391.5K
bc

Not just, the Beta

read
365.5K
bc

The Broken Wolf

read
1.2M

Scan code to download app

download_iosApp Store
google icon
Google Play
Facebook