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Verbotene Vernunft

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“Erwarte nichts. Schätze alles.“

Das ist der Schwur, den Bai Yun, der ehemalige Kaiser der Tandang-Dynastie, nachdem er den Thron und ein Leben aufgegeben hatte, das ihm niemals wirklich gehörte, leistete.

An Pflicht gebunden und verfolgt von einer Liebe, die er niemals für sich beanspruchen durfte, sehnt sich Bai Yun nur nach Freiheit. Nach einem Leben fern vom Palast, fern von Macht–und fern von Tie Gen, seinem besten Freund aus Kindertagen, und dem einen Herzen, das er niemals berühren konnte.

Also verschwand er und ließ eine Welt voller Erwartungen und Verantwortungen zurück–und einen Mann, der vielleicht niemals verstehen wird, warum.

Endlich frei, entdeckt Bai Yun, dass auch die Flucht ihren Preis hat. Denn manche Bindungen lassen sich nicht lösen, manche Herzen kann man nicht hinter sich lassen, und manche Wahrheiten finden dich–ganz gleich, wie weit du dich versteckst.

Man kann einen Thron zurücklassen, aber nicht das Herz, das man zurückgelassen hat.

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Kapitel 1
Es war kurz nach der vierten Stunde vor Sonnenaufgang. Dennoch war die Hauptstadt der Tandang-Dynastie bereits mit leidenschaftlicher Betriebsamkeit erwacht. Die gepflasterte Straße hallte vom Rollen der Wagenräder und vom Klappern hastiger Schritte wider. Händler rissen ihre Türen und Stände auf und riefen halbfertige Begrüßungen in den Morgen. Bedienstete eilten mit Körben, Bändern, Stoffballen aus Seide und frischen Früchten, die sie über den Schultern balancierten. Müde Bürger zwangen sich in Bewegung und murrten leise, doch selbst sie konnten die Aufregung hinter ihren Gähnern nicht verbergen. Heute war kein gewöhnlicher Tag. Es war der siebte Tag der großen Herbstfeste, und noch wichtiger: der Hochzeitstag von Tie Gen, dem ältesten Sohn von General Gao Yuan, mit Prinzessin Min Yan, der jüngeren Zwillingsschwester des Kaisers. Ein Tag, der für Freude bestimmt war, für eine Vereinigung und für die Feier des Friedens. General Gao, nun fünfundvierzig Jahre alt, war das standhafte Schwert des Reiches, bekannt nicht nur für seine Siege auf dem Schlachtfeld, sondern auch dafür, dass er das Blut ziviler Unruhen davon abgehalten hatte, die Hauptstadt zu beflecken. Mit der vom jungen Kaiser persönlich gebilligten Heirat seines Sohnes sollte dieser Tag ein mächtiges Bündnis besiegeln—eines, das nicht aus Eroberung geboren war, sondern aus Loyalität und einer stillen Zuneigung, die über viele Jahre gewachsen war. Auch der Palast, gewöhnlich eine Festung der Gelassenheit, summte vor geschäftiger Eile. Die Diener waren bereits seit der zweiten Stunde wach, ordneten zeremonielle Gewänder, erhitzten Reiswein und bereiteten ein kaiserliches Bankett vor, das vermutlich vom Sonnenaufgang bis zum Mondaufgang dauern würde. Die Wachen standen aufmerksam bereit, Musiker stimmten ihre Zithern und Trommeln. Doch keiner von ihnen bemerkte den leisesten Schatten—eine weibliche Silhouette, die wie ein Rauchband über die Dächer glitt, lautlos, schnell und spurlos. Als die Sonne im Osten schließlich über den Horizont stieg, wurden die letzten Vorbereitungen getroffen. Innerhalb der persönlichen Residenz des Kaisers bewegte sich Eunuch Li, ein Mann, der dem Thron seit mehr als vierzig Jahren diente, mit müder Würde. Seine Stimme war sanft, doch sie ließ keinen Ungehorsam zu. „Bereitet das Bad leise vor“, flüsterte er. „Keine schweren Schritte. Seine Majestät muss heute sanft erwachen.“ Die Diener verneigten sich sofort und gehorchten. Vorhänge wurden geöffnet, Räucherwerk entzündet, und warmes Wasser wurde in bereitstehende Becken gegossen. Eunuch Li näherte sich dem kaiserlichen Bett, senkte respektvoll den Kopf und wartete. Auf eine Bestätigung. Auf Anweisungen. Doch es herrschte nur Stille. „Eure Majestät?“ Er hob den Blick, nur um zu sehen, dass das Bett ordentlich gemacht war. Unberührt. Das Porzellankissen lag perfekt arrangiert da, doch die Gestalt, die darauf hätte ruhen sollen, war nirgends zu sehen. Eine schwache Falte erschien zwischen seinen Brauen. „Eure Majestät?“ Diesmal rief er lauter. Noch immer keine Antwort. Mit wachsender Sorge trat er zum Arbeitszimmer des Kaisers. Er hob den Seidenvorhang an und blickte hinter die geschnitzte Trennwand. Nichts. Auch diese Kammer war makellos und unberührt. Unruhe legte sich schwer auf Eunuch Lis Herz. Er kehrte in das Schlafgemach zurück und musterte jede Ecke, hinter den Paravents, unter den Bettvorhängen und entlang der Wände. Doch noch immer gab es keine Spur des Kaisers. „Eure Majestät… Wo könnten—“ Die Worte starben ihm auf der Zunge. Der Kaiser war kein Mann, der seine Gemächer unbeaufsichtigt verließ, noch jemand, der sich ohne Eskorte durch den Palast bewegte. Als jemand, der seit der Kindheit an der Seite des jungen Kaisers gestanden hatte, wusste Eunuch Li, dass der Mann, der mit würdevoller Haltung und strenger Disziplin erzogen worden war, niemals ohne Begleitung fortgehen würde. Unmöglich. Etwas stimmt nicht. Eunuch Li verließ sofort die Gemächer und befahl allen Dienern, sich im Hof zu versammeln. Jeder einzelne Diener, der diesen Quartieren zugeteilt war, war persönlich von ihm ausgewählt und bestätigt worden. Auf Wunsch des Kaisers selbst waren nur achtundzwanzig Bedienstete innerhalb seiner Residenz erlaubt—wenige genug, um sie im Auge zu behalten, ihnen zu vertrauen und Rechenschaft über sie zu führen. Sie standen in zwei ordentlichen Reihen vor ihm. Eunuch Li verlor keine Zeit und zählte sie sofort, einmal, dann noch einmal. Alle waren anwesend. „Hat einer von euch heute Morgen gesehen, wie Seine Majestät die Residenz verlassen hat?“ Alle blickten ihn nervös an und antworteten wie aus einem Mund: „Nein.“ Eine Kälte kroch durch Eunuch Lis Körper. Er fand es äußerst seltsam. Es war beinahe unmöglich, nicht zu bemerken, wenn der Kaiser seine Residenz verließ. Jeder Winkel dieses Ortes wurde streng bewacht; sicherlich hätte ihn jemand sehen müssen. Es sei denn… Jemand hatte ihn fortgebracht. Jemand, der ein Meister darin war, hochrangige Persönlichkeiten zu entführen. Jemand, der sorgfältig und diszipliniert genug war, eine solche Mission auszuführen. Und doch erschien selbst das unmöglich. Der Kaiser wurde von Veteranen der Kampfkünste beschützt, die rund um seine Residenz stationiert waren. General Gao hatte sie persönlich ausgewählt. Niemand konnte an einer solchen Sicherheit vorbeischlüpfen. Wenn jemand kühn genug gewesen wäre, den Kaiser zu entführen, dann musste es ein Insider sein—jemand, der jeden Korridor, jeden verborgenen Gang und jeden toten Winkel des Palastes kannte. Jemand wie die Wachen selbst. Konnte es sein? Seine Gedanken kehrten zum leeren Bett zurück, zu den unberührten Gemächern und zu der Stille, wo Leben hätte sein müssen. Furcht legte sich um sein Herz. Er eilte zum Tor der Residenz, seine Fassung brach, als seine Stimme über das Palastgelände hallte. „Wachen! WACHEN!“ Alle Diener erstarrten vor Entsetzen. Wenn ein hochrangiger Eunuch innerhalb der kaiserlichen Residenz nach Wachen rief, konnte das nur eine Katastrophe bedeuten. „Seiner Majestät ist etwas zugestoßen!“ rief Eunuch Li. „Er befindet sich nicht in seiner Residenz! Schlagt Alarm! Verriegelt die Tore! Bildet Suchtrupps! Holt General Gao sofort in den Palast!“ Palastwachen stürmten aus allen Richtungen herbei. Türen wurden aufgerissen. Suchtrupps verteilten sich in den Korridoren und Höfen. Zwei berittene Boten wurden sofort ausgesandt und galoppierten mit der unfassbaren Nachricht zum Anwesen von General Gao. Der Kaiser ist verschwunden. Zurück in der kaiserlichen Kammer bemerkte niemand das schlichte goldene Siegel auf dem Schreibtisch—oder das Pergament darunter, mit dem kaiserlichen Drachen in Tinte versehen und mit Wachs versiegelt. Ein Erlass, zurückgelassen ohne Erklärung. Wie Donner, der den Himmel zerreißt, erklangen zwei gewaltige Zeremonialtrommeln über der Hauptstadt. Der Herzschlag der Stadt hielt an, und die festliche Stimmung verwandelte sich augenblicklich in Panik. Fensterläden wurden zugeschlagen. Kinder wurden von den Straßen gerissen. Händler ließen ihre Stände mitten im Verkauf stehen. Liebende, Familien und Fremde hasteten gleichermaßen in ihre Häuser. Einige flüsterten Gebete. Andere starrten schweigend in den Himmel. Jeder wusste, was es bedeutete. Zwei Trommelschläge bedeuteten nur eines: Die Hauptstadt war in Gefahr. Wenige Augenblicke später wurden die steinernen Stadttore mit einem letzten, hallenden Schlag verriegelt. Hunderte Soldaten marschierten im Gleichschritt, fluteten Straßen und Gassen und durchkämmten die Stadt mit scharfen Blicken und gezogenen Waffen. Die Hauptstadt von Tandang fiel in einem einzigen Augenblick in einen Zustand strenger Abriegelung.

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