Die Morgendämmerung legte sich still über die Westlande. Nach dem heftigen Sturm der vergangenen Nacht schien die Welt auf seltsame Weise milder geworden zu sein, als hätten die Himmel, nachdem sie ihrem Zorn freien Lauf gelassen hatten, schließlich selbst Erschöpfung gefunden. Ein feiner Nebel hing tief über der Erde. Kühle Luft zog zwischen den Häusern aus Lehm und altem Holz hindurch und strich über aufgehängte Kräuter sowie feuchte Wäsche, die über Nacht draußen vergessen worden war. In der Ferne krähte ein Hahn. Kurz darauf erklang das gedämpfte Bellen einiger Hunde, die langsam aus ihrem Schlaf erwachten. Im kleinen Wohnhaus war immer wieder das leise Geräusch von Schritten zu hören, die ruhig durch den Innenhof gingen. Sanft. Und doch deutlich genug, um jemanden mit leichtem

