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Die verbotene Gefährtin der Drilling-Alphas

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"Denkst du, wir würden dich jemals gehen lassen?", murmelte Caleb, seine Hand strich über ihre Wange. "Du gehörst uns, Emily. Für immer."

"Du verstehst nicht", flüsterte Emily, ihr Atem sichtbar in der eisigen Luft. "Wenn du die Wahrheit wüsstest, würdest du mich hassen. Du müsstest mich töten."

"Versuch's", schnitt Julians Stimme durch die Stille, ruhig und fest. Sein durchdringender Blick hielt ihren fest.

Joeys Kiefer verkrampfte sich schmerzhaft. "Wir würden die Welt niederbrennen, bevor wir zulassen, dass dir etwas geschieht."

Von ihrem Rudel verstoßen und als schwach abgestempelt, sieht Emily Greene einem weiteren Weihnachten entgegen — allein, ohne Familie, ohne Freunde, ohne Gefährten.

Im Shadowcrest-Rudel erzählt man sich einen Mythos vom Dämonenwolf, eine Geschichte, die nur im Flüsterton weitergegeben wird. Die Identität des Dämonenwolfs ist verborgen, doch gefürchtet — eine abscheuliche Kreatur, die auf der Stelle getötet werden muss.

Emily bekommt mehr, als sie erwartet hat, als sie entdeckt, dass sie mit den drei begehrtesten Alphas verbunden ist. Während zwischen Weihnachtslichtern und Schneefall die Liebe erwacht, muss Emily ihr dunkles Geheimnis bewahren. Doch ihr Fluch wird stärker. Der rachsüchtige Geist ihrer Zwillingsschwester regt sich, je näher Emily den Drillingen kommt.

Während Weihnachten näher rückt, spitzen sich ihr Fluch und die Rivalität der Drillinge zu. Emily muss sich entscheiden. Kann sie ihre Liebe annehmen und riskieren, ihr dunkles Geheimnis preiszugeben? Oder wird sie sich von ihnen distanzieren, um sie zu schützen?

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Kapitel Eins
Emilys POV Thanksgiving! Für die meisten im Shadowcrest-Rudel war es ein Tag voller Wärme, Lachen und Feierlichkeiten. Für mich war er nichts als eine Erinnerung an alles, was ich nicht hatte. Keine Familie. Keine Freunde. Keinen Gefährten. Und um das Ganze abzurunden, musste ich einen weiteren Tag damit verbringen, Caleb und Joey Blackthorne auszuweichen, zwei Drittel der berüchtigten Drillings-Alphas. Oder, wie ich sie insgeheim nannte, die Vollidioten. Der dritte Bruder, Julian, war dieses Jahr nicht hier. Gerüchten zufolge war er mit Monica Radnor verlobt, der makellosen Tochter von Alpha Radnor aus dem Black-Moon-Rudel. Monica war der Inbegriff von Anmut und Schönheit, mit goldblondem Haar, aquamarinblauen Augen und sonnengeküsster Haut. Im Rudel wurde endlos darüber getuschelt, wie Monica und Julian ein „Powerpaar" seien, dazu bestimmt, die Rudel zu vereinen. Persönlich war es mir egal. Ob Julian sie anbetete oder die Verbindung hasste, war nicht mein Problem. Ich hatte genug eigene Sorgen. Ich zog meinen Schal fester um den Hals, während ich zum Rudelhaus stapfte. „Komm einfach durch den Tag, Emily", murmelte ich vor mich hin. „Mach deine Aufgaben, bleib unsichtbar, und vielleicht morgen…" Ich ließ die Worte in der Luft hängen und weigerte mich, den Gedanken zu Ende zu denken. Morgen war mein Geburtstag. Mein achtzehnter. Der Tag, an dem ich endlich meinen Gefährten finden würde. Für einen kurzen Moment erlaubte ich mir zu hoffen — vielleicht würde er jemand Freundliches sein, jemand Starkes, jemand, der mich aus diesem elenden Leben herausholen könnte. Doch der Gedanke löste sich schnell auf, ersetzt durch die bittere Realität. Wer auch immer er war, er würde einen Blick auf mich werfen — dünn, schwach und erbärmlich gewöhnlich — und mich verstoßen. „Oh, arme Emily", hallte eine scharfe Stimme in meinem Kopf. „Träumst von einer Fantasie, die nie wahr werden wird." Ich presste die Kiefer zusammen und erkannte die Stimme sofort. Lila. Meine Zwillingsschwester, die gestorben war, bevor wir geboren wurden. Dank eines verbotenen Rituals, das unsere Eltern durchgeführt hatten, hatte sich ihr Geist an meinen geheftet und war zur ständigen Stimme in meinem Kopf geworden. Eine Stimme, die grausam, unerbittlich und unmöglich zum Schweigen zu bringen war. „Nicht heute, Lila", flüsterte ich und beschleunigte meine Schritte. „Nicht heute, Lila", äffte sie mich nach und lachte bitter. „Gib's zu, Emily. Du bist nichts. Und dein Gefährte, falls du überhaupt einen hast, wird das auch sehen. Genau wie alle anderen — ein erbärmliches Wrack." „Halt den Mund", schnappte ich und umklammerte meinen Schal fester. Doch bevor Lila antworten konnte, durchschnitt eine andere Stimme die Luft. „Redest du schon wieder mit dir selbst, Freak?" Ich erstarrte, Angst breitete sich in meinem Magen aus. Langsam blickte ich auf und sah Caleb Blackthorne, der mir den Weg versperrte, sein arrogantes Grinsen bereits an Ort und Stelle. „Was willst du, Caleb?", fragte ich und versuchte, meine Stimme ruhig zu halten, während ich versuchte, an ihm vorbeizugehen. Doch Caleb wich zur Seite und versperrte mir erneut den Weg. „Wozu die Eile? Es ist Thanksgiving. Solltest du nicht... dankbarer sein?" Seine Hand schoss vor, und bevor ich reagieren konnte, zog er mir den Schal vom Hals. „Hey!", quiekte ich und griff danach, doch er hielt ihn hoch über seinem Kopf. „Gib ihn zurück, ich komme sonst zu spät zum Küchendienst." „Entspann dich, Emily", neckte er und ließ den Schal wie eine Trophäe baumeln. „Ich bin nur neugierig — hat dein Vater den bei einem seiner Pokerspiele gewonnen? Oder hast du ihn in der Spendenkiste gefunden?" Hitze stieg mir in die Wangen, als ich hochsprang, um ihn zu greifen, doch Caleb warf den Schal jemandem hinter mir zu. Ich drehte mich um, mein Herz sank, als ich Gina sah, Calebs Freundin, die ihn mit einem triumphierenden Grinsen auffing. „Oh, Emily", sagte Gina, ihre Stimme troff vor gespieltem Mitleid. „Trägst du immer noch dieses alte Ding? Es fällt ja praktisch schon auseinander. Besitzt du denn gar nichts, das nicht nach 'Mitleidsprojekt' schreit?" „Gib ihn einfach zurück", schnappte ich, meine Stimme zitterte. Ginas Lächeln wurde schärfer, als sie sich näher beugte. „Traurig, wirklich. Kann dein Vater sich nicht mal einen anständigen Schal leisten? Ach, richtig, er ist wahrscheinlich zu beschäftigt damit, in seinem Whiskey zu ertrinken." Der Fluch hatte nicht nur mein Leben ruiniert, er hatte meine Familie zerstört, er hatte meine Mutter getötet, nachdem sie achtundvierzig Stunden qualvolle Wehen durchlitten hatte — sie starb unmittelbar nach meiner Geburt, während Lila eine Totgeburt war. Mein Vater hat mich seitdem gehasst und beschuldigt, seine Gefährtin, meine Mutter, getötet zu haben. Er wurde zum Spieler und Trinker, der nie da war. Die Worte trafen mich wie eine Ohrfeige. Die Sucht meines Vaters war meine größte Schande, und Gina wusste das. „Das reicht jetzt", sagte Caleb plötzlich, sein Grinsen verschwand, als er Gina einen warnenden Blick zuwarf. „Gib ihr den Schal zurück." „Was?", schnaubte Gina, offensichtlich verärgert. „Ich sage doch nur, was alle denken, Schatz." „Ich sagte, das reicht", fuhr Caleb sie an und riss ihr den Schal aus den Händen. Er reichte ihn mir zurück, ohne mir in die Augen zu sehen. Ich griff nach dem Schal und rannte los, meine Sicht verschwamm vor ungeweinten Tränen. Als ich die Küche des Rudelhauses erreichte, fühlte sich meine Brust eng an, und meine Hände zitterten. Ich schlüpfte leise hinein, in der Hoffnung, dass niemand mich bemerken würde, doch Logan Pierce hatte mich sofort im Blick. Der Krieger, der dafür zuständig war, die schwachen Omegas in Schach zu halten und allen Aufgaben zuzuweisen. Das Shadowcrest-Rudel war zweigeteilt — die Wichtigen und Reichen genossen allen Respekt und lebten in besseren Häusern, während die Armen, Schwachen und Alten, wie ich, in einem eigens dafür vorgesehenen Elendsviertel zu horrenden Preisen mieten mussten. „Na, na, wenn das nicht Greene ist", höhnte Logan, seine Stimme laut genug, um Aufmerksamkeit zu erregen. „Schon wieder zu spät? Du machst dir daraus wirklich eine Gewohnheit." „Es tut mir leid", murmelte ich mit gesenktem Kopf. „Es wird nicht wieder vorkommen, versprochen." „Tut mir leid reicht nicht", blaffte Logan. „Was ist die Ausrede diesmal? Ach, warte — du kommst einfach nach deinem Vater. Versaust alles, was du anfasst. Was kommt als Nächstes, Emily? Verzockst du auch noch die Küchenvorräte?" Gelächter breitete sich in der Küche aus, und ich spürte, wie mein Gesicht vor Scham brannte. Lilas Stimme stimmte mit ein und verhöhnte mich. „Er hat recht, weißt du. Du bist erbärmlich." Ich ballte die Fäuste und zwang mich, nicht zu weinen, aber es half nichts. Die Tränen liefen über, als mir der Teller, den ich hielt, aus der Hand fiel und ich davonrannte. Als ich um die Ecke bog, prallte ich hart gegen jemanden. Starke Hände hielten mich fest, und ich blickte auf und sah Joey Blackthorne, dessen verspieltes Grinsen sein Gesicht erhellte. „Whoa, langsam, Grünchen", sagte Joey und legte den Kopf schief. „Was hat dich so rennen lassen? Hat dir jemand gesagt, dass es Kuchen in der Küche gibt?" „Nicht jetzt, Joey", murmelte ich und versuchte, an ihm vorbeizukommen, aber er rührte sich nicht von der Stelle. „Hey, was ist los?", fragte er, sein Grinsen wurde weicher. „Warte — weinst du? Weißt du, du siehst irgendwie hässlich aus, wenn du weinst." „Lass mich in Ruhe", schnappte ich und riss meine Arme los. Bevor er antworten konnte, drehte ich mich um und rannte direkt in Tessa Brooks hinein, meine einzige Freundin im Rudel und ebenfalls eine Omega, die eine große Dekoration für das Festmahl trug. „Emily, pass auf!", rief Tessa, doch es war zu spät. Ich stolperte über meine eigenen Füße. Die Dekoration krachte zu Boden und zersplitterte in tausend Stücke, und ich landete flach auf dem Rücken. Das Gelächter um mich herum war ohrenbetäubend. „Wow, Emily", sagte jemand. „Kannst wohl nicht mal laufen, ohne etwas kaputtzumachen." Lilas Stimme erklang lauter als die anderen. „Perfekt. Jetzt wissen alle, was für eine Versagerin du bist." Ich lag da, starrte an die Decke, zu gedemütigt, um mich zu bewegen. Tessa eilte an meine Seite, ihr Gesicht voller Sorge. „Geht's dir gut?", fragte sie. „Besser geht's nicht", murmelte ich und schloss die Augen. Schlimmster Tag meines Lebens? Erledigt. Joey erschien über mir, sein Grinsen war einer Art Besorgnis gewichen. „Alles okay da unten, Grünchen?", fragte er und bot mir seine Hand an. Doch ich drehte nur den Kopf weg und wünschte mir, der Boden möge mich verschlucken. Doch dann änderte sich etwas. Eine seltsame, vertraute Hitze begann sich in meiner Brust auszubreiten und wie ein Lauffeuer zu verbreiten. Meine Finger zitterten auf dem kalten Boden, und mein Atem wurde flach und rasselnd. Hin und wieder überkommen mich Anfälle, bei denen der Dämonenwolf versucht, mich zu verschlingen, doch es war noch nie öffentlich passiert. Niemand durfte herausfinden, dass ich der Dämonenwolf war — sie würden mich auf einen Scheiterhaufen hängen, mich in Wolfsbann tränken und bei lebendigem Leib verbrennen. Lilas Stimme zischte in meinem Kopf, giftig und triumphierend. „Du kannst mich nicht für immer wegsperren, Emily." Ich ballte die Fäuste und versuchte, sie zurückzudrängen, doch es war nutzlos. Mein Körper begann unkontrolliert zu zittern, meine Zähne klapperten, während Wellen von Energie durch mich hindurchströmten. „Emily?", Tessas Stimme zitterte, und ich hörte sie zurückweichen. Das Gelächter um mich herum verwandelte sich in Gemurmel, dann in ein unbehagliches Schweigen. „Ist sie... okay?" „Was ist los mit ihr?", flüsterte jemand. „Vielleicht ist sie endgültig durchgedreht", fügte eine andere Stimme hinzu. Die Krämpfe wurden schlimmer, meine Glieder zuckten heftig auf dem kalten Boden. Mein Wolf regte sich, nicht auf seine übliche schwache, fügsame Art, sondern mit etwas Dunklerem, Wilderem. Die Ränder meines Blickfelds verschwammen, und ich konnte mein Herz in den Ohren hämmern hören. „Hör auf", flüsterte ich durch zusammengebissene Zähne, obwohl ich nicht wusste, ob ich mit mir selbst oder mit Lila sprach — aber ich konnte es mir nicht leisten, mein Geheimnis vor allen preiszugeben. Schweiß durchtränkte meine Stirn, während ich versuchte, Lila zurückzudrängen. Plötzlich spürte ich Hände, die nach mir griffen, stark und fest. Joeys Stimme war scharf und durchschnitt die Panik. „Zurücktreten!" Die Menge teilte sich, als Joey mich mühelos hochhob, sein Gesicht eine Mischung aus Sorge und etwas anderem — etwas, das ich nicht ganz einordnen konnte. „Ihr geht's gut", sagte er zu den Umstehenden, obwohl seine Stimme leicht zitterte. „Kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten." Er wartete keine Antwort ab. Er drückte mich an seine Brust und rannte los, während das Gemurmel hinter uns verblasste.

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