Kapitel 12 Der Morgen begann wie jeder andere: das sanfte Licht der Sonne fiel durch die halb geöffneten Vorhänge, der Duft von frisch gebrühtem Kaffee lag in der Luft, und Lilys fröhliche Stimme hallte durch das Haus. Doch heute fühlte sich alles anders an. Es war nicht greifbar, eher wie eine Ahnung, die unter der Oberfläche lauerte, und ich konnte nicht sagen, ob es etwas Gutes oder Schlechtes war. Ich stand am Fenster und sah hinaus. Die Bäume wiegten sich sanft im Wind, und die Vögel zwitscherten eine leise Melodie, aber mein Blick blieb an Simon hängen, der draußen vor der Scheune arbeitete. Er war früh aufgestanden, hatte kaum gefrühstückt und war sofort nach draußen gegangen. Seine Schultern wirkten angespannt, als hätte er die Last der Welt auf ihnen zu tragen. „Mama?“ Lilys St

