Kapitel 6 Die Tage vergingen schnell, doch die Erinnerung an den Nachmittag auf dem Eis und die stillen Worte, die Simon und ich ausgetauscht hatten, verblasste nicht. Es war, als hätte sich eine neue Tür geöffnet, und ich konnte nicht anders, als vorsichtig durchzuspähen – neugierig, aber auch voller Zweifel. Lily war unermüdlich, und Simon hatte sich fast wie selbstverständlich in unseren Alltag eingefügt. Er war da, wenn sie ihn brauchte, und irgendwie auch, wenn ich ihn brauchte. Eines Morgens, während ich die Küche aufräumte, klopfte es an der Hintertür. Simon stand dort, d**k eingepackt in seinen Mantel, mit einer Thermoskanne in der Hand. „Guten Morgen“, sagte er mit einem schelmischen Lächeln, das mir sofort den Tag erhellte. „Guten Morgen“, erwiderte ich und zog mir die Hände

