Kira wachte langsam auf.
Der Raum war still. Ein sanftes Morgenlicht fiel durch das Fenster. Sie fühlte sich müde. Ihr Körper war schwach und schwer, als hätte sie keine Kraft mehr.
Kira versuchte sich zu bewegen, aber es tat weh. Sie hielt inne und atmete langsam durch. Das Bett fühlte sich kalt an. Alpha Ryder war verschwunden.
Kira setzte sich langsam auf. Ihre Arme zitterten. Sie zog die Decke um sich und hielt sie fest. Ihr Kopf wurde schwindelig, also schloss sie für einen Moment die Augen.
Die Nacht war vorbei, aber sie hatte immer noch Angst.
Sie sah sich im Raum um. Die Tür war noch verschlossen. Alles fühlte sich seltsam und leer an.
Nach einiger Zeit stellte sie ihre Füße auf den Boden. Es war kalt. Vorsichtig stand sie auf und hielt das Bett fest, damit sie nicht hinfiel.
Ein leises Klopfen ertönte an der Tür.
Das Schloss drehte sich. Klicken.
Eine Frau kam leise herein. Sie sah Kira nicht an. Sie stellte saubere Kleidung und eine Schüssel Wasser auf einen Stuhl.
"Du musst dich fertig machen", sagte die Frau leise. "Das Rudel wartet."
Dann ist sie gegangen.
Kira betrachtete die Kleidung. Ihre Hände zitterten, als sie danach griff. Sie wusch ihr Gesicht und zog sich langsam an. Jede Bewegung war schwer, aber sie hörte nicht auf.
Sie sah sich an und atmete tief durch.
Ich bin immer noch hier, dachte sie. Ich bleibe stark. Obwohl ihr Körper schwach war, war ihr Herz es nicht.
Kira blieb einen Moment stehen und hielt den Stuhl. Sie fühlte sich müde, aber sie weinte nicht. Sie wollte nicht, dass jemand sie als schwach sah.
Kira zog langsam die sauberen Klamotten an. Sie fühlten sich warm auf ihrer Haut an. Als sie fertig war, band sie sich mit zitternden Händen die Haare zurück.
Sie atmete tief durch.
Es klopfte erneut an der Tür.
"Kira", sagte eine sanfte Stimme. "Es ist Zeit."
Die Tür öffnete sich. Zwei Wachen standen dort. Sie sprachen nicht. Sie warteten nur.
Kira ging langsam vorwärts. Ihre Beine fühlten sich schwach an, aber sie ging weiter. Jeder Schritt war schwer, aber sie blieb nicht stehen.
Der Flur war lang und still. Licht fiel durch hohe Fenster. Die Leute gingen an ihr vorbei. Einige sahen sie an. Einige schauten weg.
Kira hielt den Kopf oben. Sie wusste nicht, was als Nächstes passieren würde. Sie wusste nicht, was das Rudel tun würde. Aber eines war klar. Kira stand immer noch. Und sie war immer noch stark.
Kira ging mit den Wachen einen langen Flur entlang. Ihre Füße taten weh, und ihr Körper fühlte sich schwach an, aber sie beschwerte sich nicht. Sie ging weiter und schaute geradeaus.
Sie kamen zu einer großen Halle. Die Türen waren sehr hoch. Ein Wächter öffnete sie.
Viele Leute waren drinnen.
Das Rudel stand still in Reihen. Fackeln brannten an den Wänden und warfen lange Schatten.
Kira spürte, wie viele Blicke auf sie gerichtet waren. Sie ging zur Mitte des Flurs und blieb stehen. Ihr Herz schlug schnell, aber sie blieb ruhig.
Alpha Ryder stand vorne. Er wirkte stark und ernst. Er sah Kira an.
"Kira Damon", sagte er, "du bist hier, um vor dem Rudel zu stehen."
Kiras Kopf war gesenkt. Sie hat nichts gesagt. Sie spielte nur mit ihren Fingern. Die Leute flüsterten leise.
"Das Rudel wird entscheiden, was mit dir passiert", sagte Alpha Ryder. Kiras Hände zitterten, aber sie blieb still.
"Achtung oben", sagte sie.
Die Halle wurde still. Dann trat ein Mann vor. Er war groß und hatte graue Haare. Seine Augen waren scharf. Das war Markus Blaze, Alpha Ryders Onkel. Er sah Kira an und lächelte nicht.
"Du kannst keinen gewöhnlichen Werwolf behalten, der sich nicht verwandeln kann", sagte Markus Blaze. "Sie wird unserem Rudel Ärger bringen."
Kira hatte Angst, aber sie blickte nicht nach unten. Sie schwieg einfach und beobachtete Markus. Alle wurden still.
Alpha Ryder sah seinen Onkel an. Er sprach nicht. Kira atmete tief durch. Sie hatte Angst, aber sie rannte nicht weg.
Sie stand immer noch. Die Halle blieb still. Dann sprach Ryder.
"Ich habe meine Entscheidung getroffen", sagte er mit fester Stimme.
Alle sahen ihn an.
Markus Blaze wandte sich Ryder zu. "Du kannst das nicht tun", sagte er. "Sie ist schwach. Sie kann sich nicht einmal verwandeln."
Die Halle war einen Moment lang still. Dann begannen die Ältesten zu murmeln. Ihre Gesichter sahen ernst aus. Einige runzelten die Stirn. Einige schüttelten den Kopf.
Ein großer Mann mit silbernem Haar stand auf. Das war Aldric, Susans Vater. Seine Stimme war laut.
"Ryder", sagte er, "das können wir nicht zulassen! Du hast nicht von den Royals geheiratet. Das Rudel folgt immer unseren Wegen!"
Eine Frau mit scharfen Augen nickte. "Er hat recht. Der Alpha muss von den Royals heiraten. Deine Wahl bricht gegen unsere Regeln."
Kiras Herz schlug schnell, aber sie sah zu Ryder. Sein Kiefer war angespannt. Seine Hände waren geballt, aber seine Stimme war ruhig.
"Ich verstehe deine Sorgen", sagte Ryder langsam.
"Aber sie ist schwach! Sie kann sich nicht einmal verwandeln." "Sie wird sterben. Wie kann sie Teil des Rudels sein?"
Ein älterer Mann mit langem weißem Bart murmelte: "Du riskierst, das Rudel zu verärgern! Die Royals werden das als Beleidigung ansehen.
Ryder sah Kira an. Sie stand aufrecht, obwohl sie zitterte.
Aldric runzelte die Stirn und setzte sich, murmelte. Die anderen Ältesten sahen sich an, blieben aber still. Das Flüstern verstummte.
Kira atmete leise aus. Sie sah Ryder an. Er nickte ihr zu.
Ryder wandte sich an das Rudel. "Genug geredet. Heute gehen wir vorwärts. Kira Damon steht unter meinem Schutz. Sie ist Teil dieses Rudels."
Die Halle war still. Kiras Beine taten weh. Ihre Hände zitterten. Aber sie stand immer noch. Sie hatte sich dem Rudel gestellt. Jetzt würde sie sich allem stellen, was als Nächstes kam.
Ryder hob die Hand.
"Niemand wird meine Entscheidung ändern", sagte er. "Nicht heute. Niemals."
Der Raum war erfüllt von leisen Keuchen.
Kira hob langsam den Kopf. Sie sah Ryder an. Ihre Augen waren weit aufgerissen, aber sie sagte nichts.
"Sie bleibt", sagte Ryder. "Sie steht unter meinem Schutz."
Markus Blaze runzelte die Stirn. "Du machst einen Fehler", sagte er.
Ryder schüttelte den Kopf. "Das ist mein Rudel", sagte er. "Und das ist meine Entscheidung."
Niemand sprach. Die Ältesten sahen sich an. Die Wachen blieben stehen. Das Rudel wartete. Markus setzte sich sanft.
Ryder wandte sich Kira zu.
"Du bleibst hier", sagte er. Seine Stimme war ruhig, aber bestimmt.
Kira spürte, wie ihr Herz schnell schlug. Ihr Körper war noch schwach, aber etwas Warmes erfüllte ihre Brust. Selbst wenn sie nicht hier bleibt, hat sie keinen Ort, an den sie gehen kann, da ihr Vater sie bereits verkauft hat.
Sie nickte langsam. Sie schwieg.
Ryder wandte sich wieder dem Rudel zu.
Dieses Treffen ist beendet", sagte er.
"Du kannst gehen", sagte er.
Langsam verbeugte sich das Rudel und begann, die Halle zu verlassen. Einige warfen Kira einen Blick zu, als sie an ihr vorbeigingen.