Kapitel 9: Im Herz der Dunkelheit Der alte Theatersaal lag in völliger Dunkelheit, als ich mich vorsichtig durch die maroden Gänge bewegte. Jeder Schritt hallte gespenstisch von den staubigen Wänden wider. Der Geruch von Moder und vergangener Zeit lag schwer in der Luft. Ich wusste, dass es eine Falle sein konnte. Aber wenn dieser Mann Antworten hatte – wenn er mir wirklich helfen konnte –, dann musste ich es riskieren. Mein Herz pochte laut in meiner Brust. Allein. So hatte es in der Nachricht gestanden. Doch ich war nicht dumm. Ich hatte Raphael eine verschlüsselte Nachricht geschickt, die er entschlüsseln konnte, falls ich nicht zurückkam. Mein Blick wanderte durch den Saal. Die Bühne vor mir war leer, nur ein einzelner Scheinwerfer flackerte schwach, als hätte jemand absichtlich

