Amelias Sicht Meine Gereiztheit wuchs mit jeder verstreichenden Minute. Ich hatte das Haus verlassen, ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen zu haben. Nun saß ich auf dem Parkplatz eines Salons und rang mit mir selbst, ob ich hineingehen sollte oder nicht. Das Gebäude war komplett aus Glas und geräumig, viel zu sauber für mein inneres Befinden – die polierten Oberflächen versprachen Veränderung, Kontrolle und sogar Heilung. Dinge, denen ich nicht mehr traute und die ich meiner Meinung nach auch nicht verdiente. Ich beobachtete Frauen, die hineingingen: Umhänge um die Schultern gelegt, die Köpfe über die Waschbecken gebeugt, die Hände kämmend, abteilend und die Haare neu formend. Menschen, die noch zu besseren Versionen ihrer selbst gemacht werden konnten. Meine Finger umklammerten fester mei

