Yasmins Sicht Ich kam gerade auf dem Krankenhausparkplatz an, als die Morgensonne voll aufging und den Parkplatz in grelles Licht und lange Schatten tauchte. Der Riemen meiner Tasche schnitt mir in die Schulter, schwer von den Büchern und der medizinischen Ausrüstung, die ich unbedingt selbst tragen musste. Ich hasste es, abhängig zu sein, selbst bei Dingen, für die ich selbst verantwortlich war. Da sah ich sie. Eine Krankenschwester, die neben einem eleganten schwarzen SUV stand und einen Stift wie einen Taktstock wirbelte. Ihr Kittel saß an den falschen Stellen, so eng, dass die Uniform eher wie ein modisches Accessoire als wie Arbeitskleidung wirkte. Sie lachte, dieses hohe, atemlose, kichernde Lachen, und mir wurde übel, ohne dass ich es mir eingestehen wollte. Lässig an die Kapuze g

