JENNA
Ich wandte mich sofort ab, meine Wangen glühten. Verdammt! Er ist so kräftig und stämmig, schau dir diese Muskeln an.
Diese Muskeln... „Jenna, wirklich? Scheiße!“, fluchte ich und schimpfte mich innerlich.
„Du solltest dir ein Hemd anziehen“, sagte ich und versuchte, ruhig zu klingen.
„Warum?“
Seine Stimme kam direkt hinter mir. Ich wäre fast aus meiner Haut gefahren.
Wann war er so nah gekommen?
Mein Puls beschleunigte sich. Mein Herz schlug hart gegen meine Brust, als die Wärme seines Atems meinen nackten Hals umwehte. Ein Schauer aus Angst und Erregung durchfuhr mich.
Verdammt. Das ist schlecht, ich sollte nicht so fühlen.
„Hast du Angst vor mir? Komm schon, ich beiße nicht.“ Er fuhr fort, seine Stimme klang tief.
„Ich – ich kann dich so nicht ansehen. Ich –“
„Wirklich?“ Er lachte leise, dann spürte ich, wie er sich ein wenig von mir entfernte.
„Du musst dich vor mir nicht wie eine Heilige verhalten, ich kenne mich mit solchen Dingen aus.“
Eine Heilige vortäuschen?
Ich runzelte die Stirn. „Was meinst du damit?“ Ich drehte mich zu ihm um und sah, dass er angezogen war.
Ein wissendes Grinsen umspielte seine Lippen, als er mich mit seinen dunkelgrünen, sündigen Augen anstarrte. Als würde er mich zur Sünde herausfordern.
Bells Mutter muss Glück gehabt haben. Ein Mann wie er? Er hat sie wahrscheinlich jede Nacht gefickt.
Verdammt, vielleicht hat er sie sogar zu Tode gefickt.
„Herrgott, Jenna“, murmelte ich vor mich hin. Du denkst an eine tote Frau?
Aber das Bild ging mir nicht aus dem Kopf – diese Muskeln, dieser Mund. Gott.
„Du lebst mit einem Mann zusammen, Schatz. Ihr fickt und du siehst ihn jeden Tag nackt, oder?“
Herrgott!
Seine unverblümten Worte verschlugen mir den Atem. Hat er wirklich keine Hemmungen?
Sein Blick war fest auf mich gerichtet. Er musterte mich. Was könnte er denken? Mich sinnlos ficken? Vielleicht bis zum Tod, wie seine verstorbene Frau? Verdammt. Nein!
„Ja, das tue ich. Aber Bell ist mein Freund und du bist sein STIEFVATER. Das ist ein großer Unterschied.“
Er spottete und ließ sich dann auf das Sofa sinken, auf das ich mich zuvor gelegt hatte. „Nun, du wirst dich daran gewöhnen müssen. Ich bin die meiste Zeit lieber nackt.“
Was zum Teufel?
„Ja, er ist wahrscheinlich verrückt.“ Ich verdrehte die Augen und wandte meinen Blick von ihm ab.
Aber selbst als ich wegschaute, spürte ich immer noch seinen Blick auf mir.
„Versuch dich mit ihm zu verstehen, für mich, okay?“ Die Worte von diesem verdammten Bellamy Jace kamen mir wieder in den Sinn.
Scheiße. Ich kann das nicht!
Wie lange soll ich mich noch beim s*x zurückhalten, während ich versuche, mich mit dem heißen STIEFVATER meines Freundes zu verstehen?
Und doch tat ich es verdammt noch mal.
Ich ging zur Couch gegenüber von ihm und setzte mich. Meine Finger waren kalt, als ich an meinem Nachthemd herumfummelte. Ich trug immer noch mein Nachthemd. Es war aus durchsichtiger Seide. Er hatte wahrscheinlich alles gesehen, kein Wunder, dass er mich mit diesen „Ich will dich ficken“-Augen ansah.
„Du hast wahrscheinlich noch nichts gegessen, oder? Ich kann dir etwas machen“, bot ich an, um die Spannung zwischen uns zu lösen.
Er runzelte die Stirn. „Weglaufen?“
„Wie bitte?“
„Ich würde gerne deinen Namen wissen, oder möchtest du lieber mit ‚Schätzchen‘ angesprochen werden?“
„Jenna. Mein Name ist Jenna“, sagte ich scharf.
„Jenna“, murmelte er leise. Ein kleines Lächeln huschte über seine Lippen, als er mich zum x-ten Mal packte.
Hitze durchströmte meinen Rücken, als er meinen Namen aussprach, als wolle er ihn sich einprägen. Ich spürte eine Wärme zwischen meinen Beinen, als ich seinem intensiven Blick begegnete – hart und unverfälscht.
Ich konnte die Szene, die sich in meinem Kopf abspielte, nicht unterdrücken – sein Schwanz, der mich stieß, während er meinen Namen so aussprach und mich auf dieselbe Weise ansah.
Bevor ich mich zurückhalten konnte, wanderte mein Blick zwischen seine Schenkel und nahm die üppige Kontur seines Schwanzes wahr.
Ist das eine Beule? War er hart?
Verdammt, verdammt, verdammt!
„Jenna, reiß dich zusammen!“
Ich wandte meinen Blick sofort ab. „Ich bin gleich zurück“, murmelte ich hastig, unfähig, seinem Blick zu begegnen – nicht nach den sündigen, rohen und erotischen Szenen, die ich mir gerade in meinem Kopf ausgemalt hatte.
Ich sollte mich schämen. Er ist nicht nur ein heißer, sexy Mann. Er ist der Stiefvater derjenigen, die ich lieben soll.
Und doch war es meinem Körper völlig egal.
„Es ist ja nicht so, als wären sie blutsverwandt“, entgegnete ich und eilte die Treppe hinauf, als würde ich verfolgt.
In dieser Nacht schlief ich kaum. Bei jedem Geräusch dachte ich, er käme den Flur entlang. Aber am nächsten Morgen tat er so, als wäre nichts passiert – als hätte er mich nicht dabei erwischt, wie ich ihn anstarrte, als wollte ich mich über den nächsten Tresen beugen.
Es waren bereits zwei Tage vergangen, und der Versuch, mit Tyler auszukommen, war Verführung auf einer ganz neue
n Ebene. Verdammt, er ist eine verdammte Versuchung.
Hat Bell nicht gesagt, es sei einfach? Blödsinn!
Ich habe so gut es ging versucht, ihm aus dem Weg zu gehen, aber das ist verdammt noch mal unmöglich. Vor allem, weil wir zu zweit in diesem verdammten Haus waren. Ich habe ihn immer mit nacktem Oberkörper getroffen. Tropfnass von der Dusche. In ein Handtuch gewickelt, das die Umrisse seines großen Schwanzes nicht verbergen konnte. Ich konnte nicht aufhören, mir vorzustellen, wie er in mir steckte.
Abgesehen davon, dass er eine Versuchung ist, habe ich erkannt, dass Tyler eine gute Persönlichkeit hat. Ich kann ihn nicht als Gentleman bezeichnen, denn ich weiß, dass er im Bett alles andere als das wäre. Er ist jemand, der dich sinnlos fickt. Das steht ihm ins Gesicht geschrieben.
Er ist nett und kann sich gut unterhalten. Es liegt nur an mir ... Es liegt nur an mir, dass ich es vermeide, ihm zu nahe zu kommen, weil ich ungefilterte und sündige Gedanken über ihn habe.
Es war im Juli, und in letzter Zeit hatte es viel geregnet. Ich wachte wieder einmal mit einem Gefühl der Kälte und Leere in mir auf. Aber an diesem Morgen war ich zutiefst erregt.
Ich schlief immer nackt, damit ich mich leichter selbst befriedigen konnte.
Ich drückte meine Brustwarzen fest und griff nach meiner Muschi. Mein Innerstes war vor Erregung ganz feucht. Ich rieb langsam Kreise um meine Spalte, meine geschwollenen Knospen, die extrem empfindlich waren.
„Fuckkk!“ Lust durchfuhr mich, als ich zwei Finger in mich schob.
Wieder erschien Tylers Gesicht in meinem Kopf. Ich stellte mir vor, wie er mich mit diesen sündigen Augen anstarrte, während sein Schwanz in meine Feuchtigkeit hinein- und herausglitt. Ich stellte mir vor, wie er vor Lust fluchte, während er ihn tiefer in mich hineinstieß.
„Oh, fick mich, Tyler“, stellte ich mir vor, wie er diese empfindlichen Stellen traf, während er mich hart und schnell stieß.
„Oh Gott ... f**k, ich komme.“
Mein Magen verkrampfte sich, als mein Orgasmus über mich hereinbrach und meine letzte Zurückhaltung zerschmetterte. Mein Körper zuckte, als ich mich ihm hingab. Es war wie eine Flutwelle, aber in dem Moment, als sie vorbei war, war ich wieder leer. Leer ... und dummerweise wollte ich ihn immer noch.
Meine Atmung war völlig durcheinander. Ich keuchte und versuchte, meine Gedanken zu ordnen, als es plötzlich an der Tür klopfte.
Tyler??
Mein Herz setzte einen Schlag aus. Bitte sei nicht er.
Aber noch während ich das dachte, flüsterte mein Körper: Bitte, lass es ihn sein.