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Die Frau, Die Er Nie Wollte

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Blurb

Vor neun Jahren nahm ich meiner Schwester den Mann weg, den sie liebte, und zwang ihn in eine Ehe, die er nie wollte. Ich dachte, die Zeit würde ihn dazu bringen, mich zu lieben.Ich lag falsch.Müde von kalten Nächten und einem leeren Bett reiche ich ihm die Scheidungspapiere und gehe fort, mit nichts außer meinem gebrochenen Herzen.Er sollte glücklich sein. Endlich ist er frei.Doch als seine erste Liebe zurückkehrt und ich beginne, mein Leben neu aufzubauen, erkennt Damien plötzlich, dass die Frau, die er jahrelang ignoriert hat, vielleicht diejenige ist, ohne die er nicht leben kann.Nur schade, dass ich es satt habe, immer die zweite Wahl zu sein.

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Kapitel 1
Lila. Ich steige aus meinem Auto und gehe langsam auf die Villa zu. Meine Hände zittern, und Schweiß bedeckt meine Haut. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass es vorbei ist. Ich bin endlich geschieden von ihm. Die Unterlagen liegen in meiner Tasche als Beweis. Sein Auto steht in der Einfahrt. Bei dem Anblick zieht sich mein Magen zusammen. Er hat keine Nachricht geschickt. Das tut er nie. Ich habe mich daran gewöhnt. Ich habe mich daran gewöhnt, dass er so tut, als würde ich nicht existieren. Ich drücke die Tür auf und betrete das Haus. Das Lachen meines Sohnes erreicht mich sofort. Es fühlt sich warm und hell an. Es ist der einzige Klang, der mir das Gefühl gibt, geliebt zu werden. Im Wohnzimmer sitzt Liam neben seinem Vater auf der Couch. Sie beugen sich gemeinsam über das Handy und lachen über etwas auf dem Bildschirm. Ihre Köpfe sind dicht beieinander. Das Bild wirkt leicht und natürlich. Trotzdem tut es mir weh, es zu sehen. „Mama!“, ruft Liam, als er mich bemerkt. „Papa ist gekommen, um mich früher abzuholen.“ „Ich sehe es“, sage ich und zwinge mich zu einem Lächeln. Damien schaut zu mir auf. Sein Gesicht zeigt keinerlei Regung. „Dein Handy war aus.“ „Ich war beim Anwalt“, antworte ich mit flacher Stimme. „Ich habe die endgültigen Scheidungspapiere abgeholt.“ Er runzelt die Stirn. „Du hättest es mir sagen können.“ Ich sage nichts. Ich stelle meine Tasche auf den Tisch und gehe den Flur entlang, um mich in bequeme Kleidung zu wechseln. Als ich zurückkomme, höre ich ihre Stimmen, bevor ich das Zimmer erreiche. „Warum lasst ihr euch scheiden, du und Mama?“, fragt Liam leise. Ich bleibe stehen. Meine Hände pressen sich gegen meine Brust. Seine traurige Stimme bricht mir das Herz. Ich würde alles für ihn tun, aber diese Scheidung musste geschehen. Unsere Ehe war von Anfang an ein Fehler. Es hat lange gedauert, bis ich diese Wahrheit akzeptiert habe. „Es ist kompliziert“, sagt Damien. „Wie denn?“, fragt Liam. „Entweder seid ihr zusammen oder nicht.“ Damien atmet langsam aus. „Du weißt warum, Liam. Deine Mutter und ich sind nicht mehr zusammen.“ Es fühlt sich seltsam an. In all unseren neun Jahren hat er nie mit sanfter Stimme zu mir gesprochen. Er war immer kalt und leer. Er runzelt jetzt die Stirn, während er versucht, es Liam zu erklären, damit dieser aufhört, Fragen zu stellen. Aber Liam ist neugierig wie ich. Liams Stimme wird kleiner. „Ist es, weil du uns nicht mehr liebst?“ Mein Atem stockt. Mein Herz zieht sich schmerzhaft zusammen. Die Worte klingen klein und unschuldig, aber sie schneiden tief. Ohne nachzudenken, greife ich nach der Wand. Ich weiß bereits, was Damien sagen wird. Jeder weiß es, nur Liam nicht. Er liebt seinen Sohn mit allem, was er hat. Aber mich? Er hat mich nie geliebt. Damien liebt mich nicht. Er hat es nie getan und wird es nie tun. Diese Wahrheit tut immer noch weh, selbst nach all dieser Zeit. Nichts zerbricht einen Menschen mehr, als jemanden zu lieben, der einen als die falsche Frau sieht. Die falsche Ehefrau. Die falsche Wahl. „Was? Wer hat dir das gesagt?“, fragt Damien. Er klingt überrascht. Liam zuckt mit den Schultern. „Ich sehe Mama nie mit jemand anderem. Vielleicht liebst du jetzt jemand anderen.“ Ich habe seit Beginn der Scheidung keinen anderen Mann auch nur angesehen. Die Liebe, die ich für Damien empfunden habe, hat mich zerstört. Ich will gerade keine Liebe. Er hat sich immer zurückgehalten. Ich habe gegeben und gegeben, aber er ist immer weiter weggerückt. Ich konnte sein Herz nie erreichen. Unsere Ehe war nie nur unsere. Meine Schwester war immer zwischen uns. Er hat sie nie losgelassen. Ich bin still geblieben und habe gelitten, weil der Mann, den ich liebte, jemand anderen wollte. Tränen steigen mir in die Augen, aber ich wische sie schnell weg. Ich bin es leid zu weinen. Ich bin es leid, einem Mann hinterherzulaufen, der mich nicht will. Ich trete ins Zimmer, bevor Damien antworten kann. Meine Stimme bleibt ruhig, doch meine Brust fühlt sich gebrochen an. „Das reicht, Liam.“ Damien schaut mich scharf an. Sein Kiefer spannt sich an, und seine Augen werfen mir Vorwürfe zu, die er vor unserem Sohn nicht aussprechen kann. Ich ignoriere ihn und wende mich Liam zu. Er ist mein Stolz und meine Freude. Das Einzige Gute, das ich habe. Er hat meine braunen Haare und die grauen Augen seines Vaters. „Liam, geh deine Tasche packen.“ Er zögert. „Aber—“ „Jetzt, Schatz“, sage ich sanft. „Na gut, aber streitet euch nicht“, sagt er, bevor er geht. Ich stehe da und sehe ihm nach. Damien hat mir dieses Haus bei der Scheidung überlassen, aber ich plane, bald auszuziehen. Ich habe neun Jahre hier gelebt, und doch hat es sich nie wie meins angefühlt. Er hat es in Gedanken an sie gebaut. Es war ihr Traumhaus, sogar in den Farben. Das hätte mir Warnung genug sein sollen, dass er mich nie lieben würde. Trotzdem habe ich gehofft, er würde sich ändern. Als Liam weit genug weg ist, steht Damien langsam auf. Seine Augen brennen sich in mich hinein. „Welche Lügen hast du ihm erzählt?“ „Nichts“, antworte ich. „Er ist sieben, Damien. Er will es einfach nur verstehen.“ „Du hast mich wie den Bösen dastehen lassen.“ „Damien…“ Ich seufze, kann den Satz aber nicht beenden. „Nein. Du hast mein Leben vor neun Jahren ruiniert und jetzt das? Willst du mich bestrafen? Du hetzt meinen Sohn gegen mich auf, weil ich dich nie geliebt habe? Hör zu, Lila. Ich hasse dich.“ Seine Worte treffen mich wie Steine. Jeder einzelne bricht mir das Herz noch mehr. „Ich…“ Was kann ich sagen, wenn der Mann, den ich immer noch liebe, mir sagt, dass er mich hasst? Damien starrt mich mit kalten, hasserfüllten Augen an. „Versuch das noch einmal und du wirst es bereuen. Ich bin nur wegen Liam in der Nähe geblieben. Wenn du ihn gegen mich aufhetzt, nehme ich ihn dir für immer weg.“ Seine Drohung lässt mich innerlich erkalten. Damien spielt keine Spielchen. Er meint, was er sagt. Mit seiner Macht und der Unterstützung seiner Familie kann er Liam holen, wenn er es will. Ich lege die Scheidungspapiere hin. Ich will mich verteidigen, als mein Handy klingelt. Es ist meine Mutter. Ich gehe schnell ran. Bevor ich etwas sagen kann, sagt sie hastig: „Komm sofort ins Krankenhaus. Dein Vater wurde angeschossen.“ Dann legt sie auf. Das Handy fällt mir aus der Hand. Ich kann mich nicht bewegen. „Was ist passiert?“, fragt Damien. Ich hebe das Handy mit zitternden Händen auf. „Es ist mein Vater“, flüstere ich. „Er wurde angeschossen.“​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

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