Kapitel 48

1028 Words

Leilas Sicht Ich kauerte in der Ecke, den Rücken gegen den kalten, unerbittlichen Beton gepresst, die Augen fest geschlossen. Die Luft war erfüllt von der Stille der Angst, nur unterbrochen vom rhythmischen Pochen meines eigenen Herzens. Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich schon hier war. Die Zeit war eine grausame Illusion, ein zerbrochener Spiegel, der meinen gebrochenen Geist widerspiegelte. Mein Geist, einst ein lebendiger Wandteppich aus Träumen und Sehnsüchten, war nun eine trostlose Einöde, erstickt vom Unkraut der Verzweiflung. Erinnerungen, einst tröstlich, stachen nun wie Glassplitter in mich hinein. Der Verrat, die Täuschung, die leeren Versprechungen, die einst gemacht wurden, flüsterten im Dunkeln. Das Bild seines Gesichts, verzerrt zu einem grausamen Lächeln, blitzte vor

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