Kapitel 30: Unter dem Fluch des Blutes

2875 Words

Die Luft war schwer und träge, durchzogen vom bitteren Geruch nach Gefahr, während Remus die Bäume auf seinem Weg mit scharfen Kratzern und schimmernden Duftmarken versah. Jeder Schritt schien das Echo der Verfolger näherzubringen, doch als er in einen gleichmäßigen Dauerlauf fiel, wurde sein Geist klarer. In diesem Tempo würde er das Krankenhaus in weniger als zwei Stunden erreichen. Mit jedem raubtierhaften Sprung trieben ihn die kraftvollen Muskeln seiner langen Beine voran, eine Urgewalt, die den Boden unter ihm erbeben ließ. Seine Statur war gewaltig, selbst für einen Alpha – eine Stärke, die ihm Respekt einbrachte, aber auch eine Bürde war. Wie gerne wäre er mehr nach seiner Mutter geraten. Er hasste es, seinem verfluchten Halbbruder so ähnlich zu sein, dass Fremde sie ständig verwe

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