Viertes Kapitel.-3

2136 Words

Die guten Bürger hatten staunend zugehört. Pater Clarus führte mit einem seltsamen Lächeln den Becher an seine Lippen, während Frau Heinz kopfschüttelnd sprach: »Ihr wolltet aber ein Wunder erzählen, daß Ihr selbst gethan hättet! An den Wundern der Heiligen zweifelt kein guter Christ. Sanct Franciscus ist wohl der Mann dazu, Berge von ihrer Stelle zu rücken, geschweige Kühe und Kälber zu verwandeln. Wie aber habt Ihr Etwas dazu gethan?« »Durch mein Gebet;« erwiederte salbungsvoll Pater Trockenbrod. »Ego nunquam plus volo bibere vinum, ich will niemals mehr Wein schlucken,« rief lachend Meister Heinz, »wenn unser Schelm von Klosterbruder das Wunder nicht ganz allein vollbracht hat! Er hatte eine unruhige Nacht, er fand sich bei Tagesanbruch verkehrt auf dem Bette liegen! Ich glaub’s gern

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