Viertes Kapitel.-2

2419 Words

Er fing an, heftig zu weinen, indem er sich wieder an der Seite der Sängerin niederließ. Es lag in seiner Weise, daß ihn oft auf dem höchsten Punkt des Entzückens oder als eine Wirkung des häufig genossen Weins, eine ungemeine Weichheit und Rührung ergriff, der er dann durch Thränen Luft machen mußte. Sie flossen häufig auf Eitel’s kleine Hand, die sie theilnehmend zu trocknen suchte, sie mischten sich in den Becher, den Herr Gensbein zu seiner Stärkung an die Lippen führte. »Semper lustig, nunquam traurig!« rief indessen der lebenslustige Stadtkoch. »Was ist da zu weinen, daß Ihr Schön-Eitel zu Eurer Göttin gewählt? Die Götter und Göttinnen haben auch je zuweilen Menschengestalt angenommen, und ich habe mein Tage nicht gehört, daß eine Sängerin nicht auch Fleisch und Bein hätte, wie mein

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