»Die reiche Stadt nannte sich Stavoren und lag am Ufer des Zuydersees. Die Einwohner kannten in ihrer Hoffahrt, zu der sie ihr Reichthum verleitete, kein Mitleid gegen den Armen. Sie lebten ruchlos und nur ihren Lüsten, sie dachten, der Wind könnte sich nie wenden und müsse immer aus dem Glückslande wehen. Bei ihren Gelagen wurden die köstlichsten Speisen und Weine verschwendet und von Dem, was da umkam, hätten tausend Elende sich sättigen können. Hurrah! Heissah! hieß es immer bei ihnen: das goldne Segel beigesetzt und lustig geschifft durch das Lebensmeer! So ging es viele Jahre in Schlemmen, Wollust und andern Lastern, bis endlich die Langmuth Gottes ermüdete und er das Sündenschiff scheitern ließ und es zu einem elenden Wrack, das grauenvoll an die untergegangene Herrlichkeit erinnert,

