Viertes Kapitel.-8

1153 Words

Der Cöllner Schiffmann schwieg und blickte bedeutungsvoll die schöne Sängerin an, die ihn sogleich verstand und mit Muskablüt’s Begleitung, der in die Weise, welche sie anstimmte, einfiel, ein fröhliches Lied sang. Sie pries darin den Werth einer unterhaltenden Geschichte, sie gedachte der Jongleurs und Menetriers, die in Frankreich von Schloß zu Schloß gezogen und allenthalben günstige Aufnahme, reiches Lob und ansehnliche Geschenke gefunden; sie füllte am Schlusse ihres Liedes rasch zwei Becher und, indem sie in den letzten Worten des Gesanges sagte, daß das köstliche Wort des köstlichen Weins werth sey, kredenzte sie die zwei Becher dem Stadtschreiber und dem Schiffer, wobei der erste noch einige sehr zärtliche Blicke als Dreingabe erhielt. Sie that das Alles mit so vieler Anmuth, daß H

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