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Seine Frau ist meine Schwester, aber ich bin sein Partner.

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Blurb

Liora gehörte nirgendwo hin.Unehelich geboren, wurde sie vernachlässigt und sich selbst überlassen, während ihre Familie im Luxus lebte. Liebe war nur von kurzer Dauer, Überleben das Wichtigste, und niemand würde sie jemals wählen.Gezwungen, auf der Straße zu leben, tanzt sie für Fremde … die sie brauchen, nur für eine Nacht.Dann tauchte Darius in ihrem Club auf, zwei Tage vor seiner Hochzeit.Der allmächtige und unwiderstehlich sexy Milliardär wollte nur noch einen Tag Freiheit, bevor er „Ja“ sagte. Eine Nacht mit Liora sollte flüchtig sein – ein Geheimnis vor dem Morgengrauen.Bis sie herausfindet, dass die Braut, die am Altar wartet, ihre Schwester Selene ist, die sie nie kennengelernt hat.Ein verbotener One-Night-Stand entwickelt sich zu einem tödlichen Netz aus Lügen, Verrat und Begierde. Doch als Liora entdeckt, dass sie von Darius schwanger ist, muss das Geheimnis, das eine ganze Familie zerstören könnte, ans Licht kommen. Manche Fehler verschwinden nicht nach einer Nacht… Manche Leidenschaften sterben nie, und manche Leidenschaften sterben nie.

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Der letzte tanz
Lioras Sicht Ich saß vor dem gesprungenen Spiegel in der Garderobe und frischte meinen Lippenstift auf, als Nina, eines der Mädchen, den Kopf hereinsteckte. „Liora“, sagte sie und kaute wie immer Kaugummi. „Madam möchte dich sprechen. Sofort.“ Ich blinzelte sie an. „Madam?“, fragte ich verwirrt. „Warum? Ich bin in zwanzig Minuten dran. Das ist mein Solo. Der wichtigste Abend des Jahres, erinnerst du dich?“ Sie zuckte nur mit den Achseln. „Frag mich nicht. Sie sagte, es sei dringend.“ Dann ging sie weg und schwang die Hüften, als wäre sie schon auf der Bühne. Mein Herz machte einen nervösen Sprung. Madam rief mich nie vor einem Auftritt an, schon gar nicht heute Abend. Ich hatte monatelang für dieses Solo gearbeitet. Ein volles Haus voller Hockeyspieler, die die ganze Tanzfläche reserviert hatten, nur um mich tanzen zu sehen. Wenn ich Glück hatte, würden solche Trinkgelder meine Miete für ein ganzes Jahr decken. Mit einem Seufzer und während ich meinen Pailletten-BH glattstrich, verließ ich die Umkleidekabine und ging zu Madams Büro am Ende des Flurs. Madam blickte von ihrem Schreibtisch auf, als ich eintrat. Ihr Gesichtsausdruck wurde weicher, bevor die vertraute Wärme in ihre Augen zurückkehrte. Für mich war Madam nicht nur die Besitzerin des Stripclubs. Sie war eher wie eine Mutter: sehr streng und beschützend. „Liora, mein Mädchen“, sagte sie lächelnd. „Komm herein.“ Ich schloss die Tür hinter mir und lehnte mich dagegen. „Warum haben Sie mich gerufen, Madam? Denken Sie daran, ich habe einen wichtigen Abend vor mir. Allein. Hockeyteam. Trinkgeld. Miete. Muss ich noch mehr sagen?“ Sie ließ einen Stift auf den Schreibtisch fallen. „Da ist ein Mann. Er hat noch zwei Tage Junggesellendasein und möchte sie mit einer privaten Vorstellung verbringen. Sein letztes Geschenk an sich selbst, bevor er heiratet.“ Ich blinzelte sie an, unsicher, ob ich richtig gehört hatte. „Moment mal … er heiratet? Und er will einen Striptease von mir?“ Die Dame nickte. „Das ist Betrug“, platzte es aus mir heraus, bevor ich mich beherrschen konnte. „Oder etwa nicht? Er wird bald heiraten, und so verbringt er seine letzten Tage als Junggeselle? Das ist doch nicht in Ordnung.“ Die Dame warf mir diesen Blick zu – diesen Blick, der mir immer das Gefühl gab, ein Kind zu sein. „Liora. Du wirst fürs Tanzen bezahlt. Mach dir keine Gedanken um Moral. Überlass Recht und Unrecht den Ratgebern und Wahrsagern. Mach einfach deinen Job.“ Ich biss mir auf die Lippe. Meine Brust fühlte sich eng an, aber sie hatte recht. Moral zahlt keine Miete. „Um wie viel geht es?“, fragte ich vorsichtig. Sie grinste. „Häng ein paar Nullen an dein Jahresgehalt.“ Meine Augen weiteten sich. „Was?“ Sie lachte über meinen Gesichtsausdruck. „Genau. Genug, um mehr als nur deine Miete zu decken. Du könntest ganz von vorne anfangen, wenn du wolltest.“ Ich sank fassungslos auf den Stuhl ihr gegenüber. Wer würde schon so viel für einen einzigen Tanz bezahlen? Aber andererseits ging es mich ja nichts an. Ich zwang mir ein Lächeln ab. „Danke, Madam.“ Sie beugte sich vor, ihre Augen funkelten. „Bedanken Sie sich noch nicht. Der Mann wartet schon im VIP-Raum. Ziehen Sie sich um und geben Sie ihm die Vorstellung seines Lebens.“ Ich schluckte schwer und nickte. Ich ging in die Garderobe und wühlte in den Kostümen, bis ich das fand, das mir immer das meiste Trinkgeld einbrachte. Nein, es war nicht dieser lahme BH, der mir nichts brachte außer einem überheblichen Gefühl. Es war ein richtig schickes schwarzes Spitzenkleid mit passendem String und einem glitzernden, durchsichtigen Morgenmantel, der sich bei jeder Bewegung an meine Hüften schmiegte. Ich zog mich an, frischte meinen Lippenstift auf, betrachtete mich im Spiegel, straffte die Schultern und ging zum VIP-Raum. Ich stieß die schwere Tür auf, und der Raum war in rotes und blaues Licht getaucht. Der Duft von teurem Parfüm vermischte sich mit einem Hauch Zigarettenrauch, der von einem Mann auf einem Ledersofa herüberwehte. Seine Anwesenheit traf mich wie ein Blitz – eine ungewohnte Hitze regte sich tief in mir, als würden meine verborgenen Omega-Instinkte zum ersten Mal erwachen. Ich räusperte mich. „Haben Sie eine Tänzerin bestellt?“ Er hob langsam den Kopf, und ich sah sein Gesicht. „Verdammt! Dieser Mann ist verdammt heiß!“, schrie die Stimme in meinem Kopf. „Sind Sie hier, um zu tanzen oder mich zu interviewen?“ Er beantwortete meine Frage mit einer Gegenfrage. Seine grauen Augen trafen meine, und ein elektrischer Funke durchfuhr mich, der meine Haut kribbeln ließ. Mir stieg die Röte ins Gesicht. Ich drückte auf Play, sodass der langsame, sinnliche Beat den Raum erfüllte. Ohne ein weiteres Wort begann ich mich zu bewegen, mein Körper wiegte sich im Rhythmus meiner Hüften, meine Hände glitten über meinen Körper, während ich mich selbst berührte. Sein Blick wich nicht von mir. Nach der Hälfte der Bewegung beugte er sich etwas unsicherer vor. „Jetzt wird’s richtig spannend.“ Ich zögerte einen Moment und ließ dann den Morgenmantel von meinen Schultern gleiten. Er fiel zu Boden. Mein Körper spannte sich an, und ich versuchte, mich anmutig zu bewegen. Er stand auf und kam auf mich zu. Die Luft schien schwerer zu sein. Allein seine Anwesenheit ließ mein Herz rasen. Ich redete mir ein, dass ich das schon mal geschafft hatte; Männer kommen einem zu nah, Männer starren einen an. Ich konnte damit umgehen.Doch als seine Finger meine Taille streiften und er den Haken meines BHs öffnete, stockte mir der Atem. Die Anziehungskraft seiner Seelenverwandten überkam mich, roh und magnetisch, und zog mich unwillkürlich näher. Ich wich zurück und hob das Kinn. „Berührungen gehören nicht dazu.“ Er grinste, zog ein leeres Scheckheft aus seiner Jacke und legte es auf den Tisch neben uns. „Schreiben Sie einen beliebigen Betrag drauf. Lösen Sie ihn morgen ein. Leisten Sie mir einfach heute Nacht Gesellschaft.“ Mein Herz machte einen Sprung, und ich nickte langsam. „Na gut.“ In dieser Nacht gab ich nach. Ich ließ mich von ihm ins Hotelzimmer im Obergeschoss bringen und verbrachte die Nacht mit ihm. Ich fühlte mich schuldig, doch mit jedem Zungenkuss an meiner Brustwarze, jedem Streicheln meines Kitzels mit dem Daumen, jedem Stoß seines p***s in meine geschwollene v****a verblasste das Schuldgefühl und wurde von meinem und seinem Stöhnen abgelöst. Die Seelenverwandtschaft besiegelte sich in dieser Leidenschaft und verband uns unbewusst. Als es vorbei war, ging er ins Badezimmer. Ich saß auf der Bettkante, meine Beine zitterten, meine v****a schmerzte noch immer, und ich zog mich schweigend an. Da klingelte mein Telefon. Es war meine Nachbarin. „Liora“, flüsterte sie eindringlich. „Vor deiner Tür sucht dich ein Mann. Er sagt, er kennt dich. Er wartet schon seit Stunden. Ich dachte, ich sollte es dir sagen.“ Mir wurde ganz flau im Magen. Ich hatte seit Jahren keinen Besuch mehr bekommen. Wer konnte das nur sein? Ich stand auf und verließ das Zimmer, direkt zu meinem Haus. Und tatsächlich, als ich in meine Straße einbog, sah ich ihn. Ein alter Mann stand neben einer schwarzen Limousine, die Hände vor der Brust verschränkt, als hätte er die ganze Nacht gewartet. Ich erstarrte. Meine Nachbarin hatte Recht gehabt. Der Mann sah mich direkt an, und seine Stimme war ruhig, als er rief: „Liora Voss.“

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