Erwachen der Bindung

1225 Words
Marina wachte auf und spürte den Zug stärker als je zuvor. Die Bindung zu Dominic, Asher und Rafael lebte in jedem Teil ihres Körpers. Sie pochte in ihrer Brust, in ihren Händen, in ihrer Stimme. Ihre Sirenenmagie regte sich wie eine Flut, die sie nicht kontrollieren konnte. Sie versuchte ruhig zu atmen, doch selbst das Stehen fühlte sich schwer an. Die drei Männer waren in ihren Gedanken. Die Bindung reichte durch die Wände, durch die Stadt und rief nach ihnen. Sie konnte spüren, wie sie darauf reagierten. Der Gedanke ließ sie erschauern. Ihr Telefon vibrierte. Es war Dominic. „Marina, sind Sie bereit für das Treffen heute?“ fragte er einfach. „Ja, Sir“, antwortete sie. Ihre Stimme klang normal, doch ihre Magie kribbelte unter ihrer Haut. „Wir sind in fünf Minuten da“, fügte er hinzu. Sie schloss die Augen und holte tief Luft. Die Bindung pulsierte wieder. Sie konnte Ashers Grinsen spüren und Rafaels Hitze, die sich durch sie ausbreitete, obwohl sie nicht in der Nähe waren. Im Büro versuchte sie, sich auf ihre Arbeit am Schreibtisch zu konzentrieren. Berichte, E-Mails, Zeitpläne. Doch die Bindung machte sie unruhig. Jeder Blick der drei Männer ließ ihren Puls schneller werden. Jeder Schritt, den sie über den Boden machten, ließ ihren Magen sich zusammenziehen. Dominic erschien zuerst. „Du warst den ganzen Morgen angespannt, Marina“, sagte er ruhig. „Was passiert in dir?“ „Ich… ich weiß es nicht“, flüsterte sie. „Es ist die Bindung. Sie ist heute stärker.“ „Du kannst nicht dagegen kämpfen“, sagte Asher leise und lehnte sich an den Türrahmen. „Die Bindung will sich verbinden. Deine Kräfte wollen erwachen.“ Rafael trat näher, seine Augen dunkel. „Spürst du es auch, Marina?“ fragte er langsam. „Den Zug. Die Magie. Die Verbindung. Du gehörst uns und wir gehören dir.“ Marina presste die Hände auf ihren Mund. Ein leises Summen entwich versehentlich. Ihre Sirenenmagie reagierte auf ihre Nähe und rief sie näher. Dominics Augen verdunkelten sich. Ashers Grinsen wurde breiter. Rafaels Körper spannte sich an. Sie alle spürten es. „Siehst du“, sagte Dominic ruhig. „Wir wissen, was du bist. Die Bindung kann nicht lügen.“ „Ich… ich habe Angst“, flüsterte Marina. „Ich kann es noch nicht kontrollieren.“ „Du wirst niemandem wehtun, wenn du uns vertraust“, sagte Rafael leise. „Wir sind deine Gefährten. Wir sind hier.“ Asher beugte sich näher. „Deine Kräfte sind ein Teil von dir. Jetzt auch ein Teil von uns. Je eher du sie annimmst, desto stärker wirst du.“ Marina schluckte schwer. Ihr Herz raste. Ihr Körper kribbelte. Die Sirenenmagie in ihr lebte auf eine Weise, wie sie es noch nie erlebt hatte. Ihr ganzes Leben hatte sie sich versteckt. Jetzt konnte sie es nicht mehr. Die Bindung verlangte ihre Aufmerksamkeit. Die Magie verlangte aufzusteigen. Während eines Strategietreffens entschuldigte sie sich und ging auf die Dachterrasse. Sie konnte die Stadt um sich herum spüren, doch ihre Gedanken waren auf die drei Männer gerichtet. Die Bindung pulsierte stärker als je zuvor. Ihre Magie wollte sie rufen, sie bannen, sich vollständig verbinden. „Du kannst es nicht mehr verstecken“, sagte Asher und erschien hinter ihr. „Ich… ich kann es noch nicht kontrollieren“, flüsterte Marina. „Du musst es nicht allein kontrollieren“, sagte Rafael und trat näher. „Die Bindung verbindet uns. Wir sind deine Gefährten.“ Dominics ruhige Stimme gesellte sich dazu. „Wir werden dich lehren. Wir werden dich beschützen. Aber du musst dich von uns führen lassen.“ Marina schloss die Augen. Sie konnte spüren, wie sich die Bindung wie ein Seil um ihr Herz zusammenzog. Ihre Magie flammte in ihr auf, gefährlich und wunderschön. Sie wollte sie rufen, sie bannen, sich auf eine Weise verbinden, die seit Jahrhunderten verboten war. „Ich will niemandem wehtun“, flüsterte sie. „Das wirst du nicht“, sagte Dominic. „Wir sind hier.“ Ashers Grinsen wurde sanfter. „Wir helfen dir, sie zu lenken. Die Bindung ist stark. Deine Magie ist stark. Zusammen können wir sie kontrollieren.“ Rafael streckte die Hand aus und berührte ihren Arm. „Du musst keine Angst haben, Marina. Die Bindung macht uns stärker. Sie macht dich stärker.“ Marina öffnete die Augen. Sie sah alle drei an und spürte den Zug. Die Bindung lebte. Ihre Sirenenkräfte waren erwacht. Und die drei Männer waren ihre vorherbestimmten Gefährten. Sie konnte sich nicht mehr verstecken. Plötzlich veränderte sich die Luft. Eine dunkle und kalte Präsenz berührte ihre Magie. Sie erstarrte. Ihr Herz raste. Etwas Gefährliches war in der Nähe. Etwas, das ihre Mutter gejagt hatte. Etwas, das sie tot sehen wollte. „Ich spüre es“, flüsterte sie. „Es ist hier.“ Dominics Stimme war ruhig, aber scharf. „Bleib nah bei uns. Lass es dich nicht berühren.“ Ashers Grinsen verschwand. „Übernatürlich. Definitiv nicht freundlich.“ Rafael stellte sich schützend vor sie. „Mach dir keine Sorgen. Zusammen sind wir stärker. Du bist an uns gebunden. Wir werden dagegen kämpfen.“ Marinas Magie flammte auf. Ihre Sireneninstinkte reagierten. Ihre Stimme juckte. Ihr Körper kribbelte. Die Bindung lebte und reagierte auf die Bedrohung. Ihre Macht wollte aufsteigen. „Lass sie frei“, sagte Asher leise. „Lass dich von der Bindung führen. Du bist stärker, als du denkst.“ Marina holte tief Luft. Sie spürte die drei Männer in ihrem Geist, in ihrem Blut, in ihrer Brust. Sie flüsterte einen sanften Ton. Ihre Magie flammte auf. Die Präsenz wich zurück. Die dunkle Energie konnte sie nicht berühren. „Siehst du“, sagte Dominic ruhig. „Zusammen sind wir stärker. Die Bindung ist real. Deine Kräfte sind real. Und jetzt weißt du, dass du dich verteidigen kannst.“ „Ich… ich habe es gespürt“, flüsterte Marina. „Ich habe es vertrieben.“ „Das hast du“, sagte Rafael leise. „Mit der Bindung und deiner Magie bist du stärker als jeder Feind. Du gehörst uns. Wir gehören dir.“ Ashers Grinsen kehrte zurück, diesmal sanfter. „Und das ist erst der Anfang, Marina. Je mehr du die Bindung annimmst, desto mehr Kontrolle wirst du haben.“ Marina sah sie alle an. Ihre Brust schmerzte. Ihr Körper kribbelte. Ihre Sirenenmagie war erwacht. Die Bindung lebte. Und zum ersten Mal fühlte sie, dass sie überleben konnte. Sie war nicht allein. Die Ruhe, die sie ihr ganzes Leben gekannt hatte, war verschwunden. Sie war Marina, die Sirene. Die drei Männer, die ihre Feinde hätten sein sollen, waren nun ihre vorherbestimmten Gefährten. Und zusammen waren sie stärker als alles, was sie tot sehen wollte. Sie lächelte leise. „Ich… ich vertraue euch“, flüsterte sie. Dominic nickte ruhig. „Dann beginnen wir.“ Asher trat näher. „Die Bindung gehört jetzt dir. Deine Macht gehört jetzt dir. Nimm sie an, Marina.“ Rafael streckte die Hand aus. „Und vergiss nicht. Wir sind hier. Immer.“ Marina spürte, wie Wärme ihre Brust erfüllte. Der Zug der Bindung war ruhig, stark und wunderschön. Ihre Sirenenmagie reagierte. Sie war erwacht. Sie lebte. Und sie war nicht mehr allein. Ihr Leben hatte sich für immer verändert. Die Gefahr hatte gerade erst begonnen. Aber sie war bereit.
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