Kapitel 67 – Purpurne Seide und Geständnisse

860 Words

Annas Sicht Der Raum erstrahlte in bernsteinfarbenem Licht, Schatten huschten über die strukturierten Wände wie das Flüstern von etwas Uraltem und Namenlosem. Regen klopfte in einem langsamen, hypnotischen Rhythmus gegen die Fenster, als wollte die Zeit selbst das Kommende hinauszögern. Alexander stand am Rand des Himmelbetts, die Jacke abgelegt, das Hemd aufgeknöpft, die Brust hob und senkte sich mit kaum gezügelter Brust. Anna stockte der Atem, als ihre Finger über die tiefe Narbe an seinem Bauch strichen – eine alte, hässlich verheilte Wunde. „Du hast mir nie erzählt, wie du das bekommen hast“, murmelte sie und fuhr mit langsamer Ehrfurcht darüber. „Ich wollte nicht, dass du mich als gebrochen siehst“, sagte er leise und heiser. „Aber vielleicht ist es an der Zeit, dass du alles sie

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