bc

Die Gezeichnete des Verfluchten Alphas

book_age16+
1
FOLLOW
1K
READ
dark
fated
gxg
mythology
like
intro-logo
Blurb

Sie war die Unsichtbare, die man benutzen und wegwerfen konnte. Er war der gefürchtete Erbe, der plante, sie zu schwängern und dann sterben zu lassen. Doch in dem Moment, als ihre Blicke sich trafen, erwachte eine uralte, verbotene Bindung, die alle Gesetze der Göttin Luna zersplittern ließ. Eine Nacht roher, verzweifelter Leidenschaft. Ein Biss, der sie für immer zeichnete. Und ein blutiges Duell bei Sonnenaufgang, das entscheiden wird, ob ihre Liebe überlebt oder im Schnee verblutet. In einer Welt, die nur das Mal ehrt, wird die Unmarkierte zur gefährlichsten Waffe des mächtigsten Alphas.

chap-preview
Free preview
Kapitel 1
Die Nacht lag schwer über dem alten Steinhaus des Rudels vom Silberwald. Emily kauerte in ihrer winzigen Kammer hinter der Küche, die Knie an die Brust gezogen, und lauschte dem Heulen des Windes draußen. Der Raum war kaum mehr als ein Verschlag mit einem schmalen Bett aus Stroh und einer einzigen Decke, die nach Rauch und altem Fett roch. Sie fror, doch das war nichts Neues. Seit sie denken konnte, fror sie. Nicht nur am Körper. Sondern tief drinnen, dort wo die Seele sitzen sollte. Im großen Saal oben feierten sie. Lachen drang gedämpft durch die Deckenbalken. Gläser klirrten. Stimmen erhoben sich in Trinksprüchen. Morgen würde Amil Blackthorn eintreffen, der Erbe des mächtigsten Rudels im Norden. Der Mann, dessen bloßer Name die stärksten Krieger erbleichen ließ. Und Jene, ihre Halbschwester, würde ihm gehören. Jene mit dem heiligen Mal, der silbernen Mondsichel auf der rechten Schulter, das die Göttin Luna persönlich hinterlassen hatte. Das Zeichen der wahren Luna. Der perfekten Gefährtin. Der zukünftigen Königin. Emily besaß kein solches Mal. Ihre Haut war leer. Unberührt. Wertlos. Deshalb war sie die Bastardtochter. Die Unsichtbare. Die Dienerin im Haus ihres eigenen Vaters. Sie wusch das Geschirr, schrubbte die Böden, trug das Holz herein und verschwand wieder, bevor jemand Notiz von ihr nahm. Niemand sah sie wirklich an. Niemand außer Jene. Jene war anders. Schon als kleine Mädchen hatten sie sich in den Gärten versteckt und Geschichten erzählt. Jene hatte ihr heimlich Essen zugesteckt, wenn der Koch sie wieder einmal hungern ließ. Sie hatte Emily die Haare geflochten und ihr versprochen, dass eines Tages alles besser werden würde. „Die Göttin sieht dich, Emily. Auch wenn Vater es nicht tut.“ Emily glaubte nicht mehr an solche Worte. Die Göttin hatte sie vergessen. Oder vielleicht hatte sie Emily nie gewollt. Ein leises Klopfen an der Tür ließ sie zusammenzucken. Die Tür öffnete sich einen Spalt, und Jene schlüpfte herein. Ihr langes silbernes Haar fiel offen über ihre Schultern, und sie trug nur ein dünnes Nachthemd. Im flackernden Licht der Kerze wirkte ihr Gesicht blass und verängstigt. „Emily“, flüsterte sie. „Ich muss mit dir reden.“ Emily stand sofort auf. „Was ist los? Geht es dir gut?“ Jene schloss die Tür sorgfältig und lehnte sich dagegen, als müsste sie sich abstützen. „Ich habe gelauscht. Vorhin. Im Arbeitszimmer. Vater und... er.“ „Amil?“ Emilys Herz begann schneller zu schlagen. Jene nickte. Ihre Hände zitterten. „Er will mich nicht heiraten. Nicht wirklich. Er hat Vater gesagt, dass er eine andere braucht. Jemanden, der seinen Erben trägt. Und danach... danach will er mich zur Luna machen. Aber die andere... die wird sterben.“ Emily spürte, wie ihr Mund trocken wurde. „Wer ist die andere?“ Jene sah sie an. Tränen glitzerten in ihren Augen. „Du.“ Das Wort traf Emily wie ein Schlag in den Magen. Sie taumelte zurück, bis sie gegen die Wand stieß. „Das ist unmöglich. Ich habe kein Mal. Ich bin nichts. Warum sollte er...“ „Genau deshalb“, unterbrach Jene sie leise. „Weil du nichts bist. Weil niemand Fragen stellen wird, wenn du verschwindest. Er braucht einen Erben. Einen starken Sohn. Und danach... ein Unfall. Ein bedauerlicher Vorfall. Vater hat zugestimmt.“ Emily lachte. Es klang hohl und bitter. „Dann bin ich also tot. Einfach so.“ „Nein!“ Jene trat vor und griff nach ihren Händen. „Ich lasse das nicht zu. Du bist meine Schwester. Die Einzige, die mir je wichtig war. Ich werde ihn aufhalten. Irgendwie.“ „Wie denn?“ Emily zog ihre Hände zurück. „Er ist Amil Blackthorn. Er hat Armeen zerstört. Alphas in Stücke gerissen. Was willst du tun? Ihn bitten, nett zu sein?“ „Ich weiß es nicht“, gab Jene zu. Ihre Stimme brach. „Aber ich kann nicht zusehen, wie er dich tötet.“ Emily wandte den Blick ab. In ihrer Brust tobte ein Sturm aus Angst, Wut und etwas anderem. Etwas Dunklem. Etwas Gefährlichem. „Geh schlafen, Jene. Ich komme schon zurecht.“ „Emily...“ „Geh.“ Jene zögerte lange, dann nickte sie traurig und verließ den Raum. Die Tür fiel leise ins Schloss. Emily sank auf ihr Bett. Ihr Körper zitterte. Sie ballte die Fäuste, bis die Nägel in die Handflächen schnitten. All die Jahre hatte sie geschwiegen. Hatte geduldet. Hatte sich klein gemacht. Und nun sollte sie sterben, nur weil ein brutaler Alpha Nachwuchs brauchte? Nein. Sie würde nicht sterben. Nicht so.

editor-pick
Dreame-Editor's pick

bc

Die wahre Erbin ist zurück: Die Familie kämpft darum, mich zu verwöhnen

read
1.9K
bc

KING of Abuse Band 1

read
1.0K
bc

VERHEIRATET MIT MEINEM HOCHMÜTIGEN FEIND

read
1.3K
bc

Mein CEO-Ex – Lass mich gehen

read
4.3K
bc

DIE NACHT, IN DER ICH ZUR OBSESSION DES DON WURDE

read
2.2K
bc

Gebunden an Satans sohn

read
2.8K
bc

Der verborgene Erbe des Alphas

read
1.2K

Scan code to download app

download_iosApp Store
google icon
Google Play
Facebook