JERUSALEM, Juni 1882 Mein Schädel brummt ganz schön. Die Wachen des Mufti sind nicht gerade sanft mit mir umgegangen. Und ich habe ziemliche Gewissensbisse. Nicht wegen mir. Sondern weil ich Georgios in diese Sache mit reingezogen habe. David hatte leider recht. Und ich unrecht. Allein, dass ich mir das eingestehe, ist schon erstaunlich. Denn ich bin sonst eine, die immer das letzte Wort haben will. Wo bin ich? Es ist stockdunkel hier drin. Es ist mir klar, dass ich mich in einer Gefängniszelle befinde. Es ist muffig, stickig und feucht.... „Georgios? Bis du hier irgendwo?“ „Ja Herrin.... In der Zelle neben Euch.“ Ich schweige. Ich sollte mich entschuldigen. „Es tut mir leid. Das war dumm von mir.“ „Ja Herrin.... Das war es. Aber Ihr solltet die Hoffnung nicht aufgeben. Denn Samira i

