Gio Ich schrecke auf und werfe eine halbleere Flasche Jack Daniel’s um, weil es auf einmal wild an meiner Tür hämmert. Ich bin wach, aber ich komme nicht hoch. Seit Tagen liege ich in denselben Boxershorts und im selben T-Shirt auf der Couch. Vielleicht schon seit Wochen. Ich weiß nicht, wie lange. Ich ignoriere das Hämmern. „Gio! Mach die verfluchte Tür auf oder ich trete sie verdammt nochmal ein!“ Es ist Paolo. Er führt sich wie immer auf wie ein Stronzo. „Vaffanculo“, rufe ich halbherzig. Verpiss dich. Als Jungen hatten wir uns angewöhnt, auf Italienisch zu fluchen, damit die Nonnen und nicht-italienischen Erwachsenen nicht mitkriegten, dass wir Schimpfwörter benutzten. Oder dass sie zumindest nicht merkten, wie schlimm die Worte waren. Es folgt noch mehr Gehämmer. Wäre meine Tü

