Kapitel 16-1

1290 Words

Kapitel 16 Marissa Ich arbeite bis Ladenschluss im Milano. Im Café sind keine Kunden mehr, aber mein Nonno ist hinten und macht Inventur. Es erinnert mich an den Abend, an dem Gio das erste Mal vorbeigekommen ist. Vielleicht rechne ich deshalb schon beinahe damit, dass er auftaucht. Oder vielleicht ist es nur die wilde, unsterbliche Hoffnung in mir. Wie die Hoffnung, dass meine Mom irgendwann auftaucht und sich dafür entschuldigt, dass sie meine Kindheit verpasst hat. Na klar. Als ich aber Gios tiefe Stimme von hinten aufschnappe, springt mir das Herz in den Hals. Er ist hier. Er redet mit Nonno. Vielleicht bringt er gerade alles wieder in Ordnung. So einfältig ist mein Verstand. Ich muss mich sofort vergewissern, dass meine abstrusen Gedanken nur meiner Einbildung entspringen. U

Free reading for new users
Scan code to download app
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Writer
  • chap_listContents
  • likeADD