Kapitel 5 Marissa Wir haben gerade erst unsere Schicht angetreten – das Restaurant hat noch nicht mal geöffnet –, als Michael, also der Eigentümer und Manager vom Michelangelos, den Kopf in die Küche steckt und uns alle für ein Meeting in den Saal ruft. Er wirkt nervös. Etwas verschwitzt. Definitiv aufgewühlt. Mein Magen zieht sich zusammen. Wird jemand gefeuert? Aber warum brauchen sie uns dafür? Mist. Wird er uns gleich sagen, dass wir pleite sind? Oder dass sich jemand an der Kasse bedient hat? Was immer es ist, es kann nichts Gutes sein. Ich folge dem restlichen Küchenpersonal nach draußen und im nächsten Moment steht meine Welt kopf. Gio sitzt im Restaurant und sieht in seinem schicken italienischen Anzug und glänzenden Schuhen einfach nur vernichtend aus. Er sitzt nicht wie ein

