Kapitel 2

1095 Words
Kapitel Zwei Der gutaussehende Mann trat an Chloe heran, Selbstvertrauen mit einem Hauch von Arroganz tropfte aus jedem seiner Schritte, sein Charme war in jedem Moment spürbar. Sein Blick hielt den ihren fest, als er sich neben sie stellte und mit tiefer Stimme sprach, die ihre Knochen zum Schmelzen bringen wollte. „Stört es dich, wenn ich mich dazusetze?“ Sie nahm einen Schluck von ihrem Drink, mehr um sich davon abzuhalten, etwas Dummes zu sagen, bevor sie nickte. Chloe konnte sein Parfüm riechen, als er einen Hocker unter der Bar hervorzog und sich ruhig darauf niederließ. Es war berauschend, fast schon überwältigend. Er lehnte sich an die Bar. „Ich konnte nicht anders, als zu bemerken, wie elegant du mit diesem nervigen Typen vorhin umgegangen bist.“ „Ach, das war nichts“, sagte sie, zuckte gleichgültig mit den Schultern, „Es war nicht das erste Mal, dass ich so etwas machen musste.“ Sein Blick glitt über sie hinweg, ein musternder Ausdruck auf seinem nachdenklichen Gesicht. „Mit so einem hübschen Gesicht wie deinem?“ sagte er, „Ich kann mir vorstellen, dass du sowas oft ertragen musst.“ Noch benommen vom Kompliment, schaffte sie nur ein Nicken, bevor sie erneut von ihrem Drink trank. „Tja, was soll ein Mädchen schon machen, oder?“ Ihr Interesse war geweckt, sie legte den Kopf schräg und schenkte ihm ein warmes Lächeln. „Klar, ich würde mich über Gesellschaft freuen. Ich bin übrigens Chloe.“ Dominic streckte seine Hand aus, schüttelte ihre mit sanfter Festigkeit. Sie spürte seinen festen Griff, die harten Schwielen. „Freut mich, dich kennenzulernen, Chloe. Der Typ hatte keine Ahnung, was er aufgibt – aber ich bin froh, dass er es getan hat. Darf ich dir noch einen Drink spendieren?“ Ihre Augen leuchteten sofort auf, sie schätzte Dominics Direktheit und ehrliches Kompliment. „Das wäre großartig, danke Dominic.“ Dominic ging zur Bar, während Chloes Blick zurück in die Ecke des Raumes wanderte. Sie bemerkte Brad von vorhin, der sie wütend anstarrte und vor Groll kochte. Der verärgerte Mann kam auf Chloe und Dominic zu, seine Wut brodelte an die Oberfläche. Brad verzog das Gesicht. „Also denkst du, du bist zu gut für mich, hm?“ fauchte er durch zusammengebissene Zähne. „Und jetzt bist du mit dem da zusammen?“ Chloes Gesichtsausdruck blieb ruhig, während Dominic eingriff, seine Stimme fest, aber kontrolliert. Er erhob sich – mit etwa 1,88 m überragte er den armen Brad deutlich. „Wenn ich du wäre, würde ich jetzt gehen“, sagte er in einem eisigen Ton, der selbst Chloe ein wenig erschauern ließ. „Sie hat klar gemacht, dass sie kein Interesse hat. Also tu uns beiden einen Gefallen und verschwinde.“ Zum ersten Mal sah Chloe Zweifel in Brads Augen, aber er verscheuchte ihn schnell und versuchte, tapfer zu wirken. „Oder was?“ „Das willst du lieber nicht herausfinden.“ Der verärgerte Mann zögerte, seine Wut flackerte mit einem Hauch von Angst angesichts von Dominics unbeirrbarem Blick. Nach einem angespannten Moment beschloss er, sich zurückzuziehen – er erkannte, dass er unterlegen war. Er schnaubte, versuchte seine Niederlage zu verbergen, indem er murmelte: „Was auch immer. Es ist es nicht wert“, brummte er. Mit einem letzten finsteren Blick in Chloes Richtung drehte sich der Mann um und verschwand rasch in der Menge. Chloe atmete tief aus – sie hatte gar nicht gemerkt, dass sie den Atem angehalten hatte – ihre Bewunderung für Dominic wuchs nur noch mehr. Sie sah ihn an, Bewunderung in ihren Augen. „Danke, Dominic. Das hast du großartig gemacht.“ Er zuckte mit den Schultern. „Manche Leute brauchen einfach eine kleine Erinnerung daran, Grenzen zu respektieren. Du verdienst bessere Behandlung.“ Als Dominic mit zwei frischen Drinks zu Chloe zurückkehrte, wurde ihre Verbindung noch deutlicher. Chloe stieß ihr Glas gegen das seine, ein dankbares Lächeln auf den Lippen. Sie hob ihr Glas: „Auf unerwartete Begegnungen und dafür, dass wir für uns selbst einstehen.“ Dominic hob sein Glas ebenfalls: „Darauf, Chloe. Auf unvergessliche Nächte.“ Sie nahmen einen Schluck, ihre Blicke trafen sich, voller gegenseitigem Verständnis und Bewunderung. Der Nachtclub pulsierte weiter vor Energie, doch Chloe und Dominic hatten einen Moment der Ruhe im Chaos gefunden. Sie vertieften sich ins Gespräch, erzählten sich Geschichten und entdeckten eine Verbindung, die sich zugleich aufregend und vertraut anfühlte. Er schien beeindruckt davon, wie erfolgreich sie in so jungen Jahren war. Er führte ein Importgeschäft in Brooklyn – offenbar ebenfalls recht erfolgreich. Chloe lachte in dieser Nacht so herzlich und ausgelassen wie schon lange nicht mehr. Es schien ihm zu gefallen – jedes Mal, wenn sie lachte, erhellte sich sein grüblerisches Gesicht mit einem Lächeln. Als er vorschlug, den Club zu verlassen, war es bereits 1 Uhr morgens. Sie war betrunken – und offenbar völlig hingerissen von diesem gutaussehenden Fremden. --- Dominic führte sie aus dem Club, seinen Arm beschützend um ihre Taille gelegt. „Wie wär’s, wenn wir von hier verschwinden?“ fragte er und lenkte sie zum Parkplatz. „Klar“, sagte sie. Es war völlig untypisch für sie – aber was soll's? Sie war schließlich hier, um Dampf abzulassen. „Wohin willst du denn?“ „Ich glaube, du verstehst mich falsch“, sagte er und blieb neben einem schwarzen, eleganten Mercedes AMG stehen. Sie runzelte die Stirn, verwirrt. „Wie meinst du das?“ „Wegfahren“, sagte er. „Eine Kreuzfahrt, ein Urlaub oder so etwas.“ Chloes Kiefer fiel herunter. „Im Ernst?“ „Total.“ „Dominic, wir haben uns gerade erst kennengelernt. Ich weiß gar nichts über dich.“ „Was?“ fragte er und trat näher, ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen. „Denkst du, ich bin ein Serienkiller?“ „Das ist nicht lustig – könnte ja sein.“ Er lachte, ein tiefes, charmantes Geräusch. „Ich verspreche dir, das bin ich nicht.“ „Ich—“ Er packte sie an der Taille, zog sie an sich, bis ihre Körper sich berührten. „Du redest zu viel“, flüsterte er, bevor er ihre Lippen küsste. Chloe war einen Moment lang überrascht, aber dann erwiderte sie den Kuss, ihre Arme legten sich um seinen Nacken, während seine Hände ihre Taille umfassten. In diesem Moment war alles andere egal – die Arbeit, ihr soziales Leben, einfach alles. Nur er – und dieser Kuss. Er löste sich, sah ihr in die Augen. „Also?“ Chloe schluckte schwer, ihr Kopf noch ganz benebelt. „Ich denke darüber nach.“
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