Thoras Sicht Die bedrückende Stille trieb mich beinahe in den Wahnsinn, während ich nervös meine Zunge über meine trockenen Lippen gleiten ließ, um sie zu befeuchten. Meine Handgelenke waren mit Silberketten über meinem Kopf gefesselt, und meine Arme fühlten sich schwer und taub an, jedes kleine Zucken verursachte ein leises Klirren der Ketten, das von den kalten, steinernen Wänden des Kerkers widerhallte. Ich ließ meinen Kopf kraftlos nach hinten fallen und starrte zur dunklen Decke. Verfluchte mein Schicksal. Sechs qualvolle Stunden waren vergangen, seit ich hierher geschleppt worden war – ein Staatsgefangener, behandelt wie ein Verräter oder gewöhnlicher Krimineller. Mein Magen zog sich vor Hunger zusammen, ein unaufhörliches Knurren, das ich normalerweise ignoriert hätte. Doch jetz

