Die uralten Ruinen des Mondtempels standen still unter dem silbernen Himmel. Moos bedeckte die zerfallenen Steine, und Ranken krochen durch zerbrochene Säulen, als würde die Zeit ihre Geheimnisse zurückfordern. Einst ein heiliger Ort für Lunas Auserwählte, war er in den alten Kriegen zerstört worden—dem Schatten überlassen, um zu verfallen. Doch heute Nacht, unter dem Blick des abnehmenden Mondes, regte sich etwas. Aria trat in das Herz der Ruinen, ihre nackten Füße strichen über rissigen Marmor und weiche Erde. Sie trug keine Rüstung, nur eine einfache Tunika, mit dem Alpha-Siegel gegürtet. Ihr silbernes Haar, halb aus dem Kampfzopf gelöst, schimmerte schwach im Licht. Geisterenergie flüsterte über ihre Haut wie ein zweiter Atemzug, angezogen von der Magie, die noch in den Steinen pulsi

