Calebs Schwur

1250 Words

Das Mondlicht verweilte weit über den Sonnenaufgang hinaus. Selbst als die Sonne langsam aufstieg und goldene Strahlen die Baumkronen in der Ferne streiften, blieb das Moonstone-Sanktum in einem kühlen, silbrig-sanften Schweigen gehüllt. Die Nacht war nicht vollständig gewichen—als wollte sie den Griff um Aria und die Ereignisse der vergangenen Nacht nicht lockern. Das Ritual hatte gewirkt. Caleb lebte. Doch etwas war anders jetzt. Nicht gebrochen—nur verändert. In ihm. In ihr. In dem zerbrechlichen Raum zwischen ihnen. Aria stand allein im inneren Hof, wo die Gartenwege wie Adern unter ihren nackten Füßen verliefen. Sie berührte die tiefblauen Blüten einer Mondblume und sah zu, wie die Blume unter ihren Fingern sich neigte, Tau sich sammelte wie Tränen. Sie hatte kaum geschlafen. Jed

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