Flüstern in der Dunkelheit

1143 Words

Es begann jede Nacht auf dieselbe Weise, drei Nächte hintereinander. Aria stand in einem dichten, grauen Nebel, der wie wütender Rauch um ihre Füße wirbelte. Nur schemenhafte Bewegungen, die knapp außer Reichweite glitten, konnte sie erkennen. Dann kam die Stimme – leise, verängstigt und so schrecklich vertraut. „Aria… hilf mir…“ Elena’s schwache, verzweifelte Stimme drang durch den Nebel. Als Aria in die Richtung des Klanges rannte, platschten ihre nackten Füße durch Pfützen, die sie nicht sehen konnte. Ihr Herz raste. „Elena!“ – „Wo bist du?“ rief Aria und drehte sich immer wieder im Kreis. Der Nebel wurde dichter und machte das Atmen schwer. „Ich bin gefangen… sie lässt mich nicht gehen…“ Elena’s Stimme kam von überall und nirgendwo zugleich. „Bitte, Aria… ich erinnere mich jetzt…

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