„Jeden Zentimeter von dir“, murmelte er schließlich, die Stimme tief und ehrfürchtig, „könnte ich so für immer verehren.“
Charise lächelte an ihm, die Brust hebend, der Puls beruhigte sich. „Ich glaube… mir gefällt diese Vorstellung“, flüsterte sie zurück, die Fingerspitzen strichen über sein Kinn.
Sie blieben dort einen langen Moment, ineinander verschlungen, Schweiß und Wärme vermischten sich, die Welt draußen reduzierte sich auf das leise Plätschern des Brunnens und das tiefe Summen des Bandes — intim, vollkommen, verdient.
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Die Lichtung war mit Sonnenlicht gesprenkelt, die Luft schwer vor Hitze und dem schwachen Duft von Kiefern aus den umstehenden Bäumen. Merricks Lektionen hatten ihren Geist geschärft, ihren Fokus erzwungen, und Lyons Führung hatte ihre Kontrolle über die Energie verfeinert — doch Pagans Training war eine andere Art von Feuer. Er forderte Bewegung, Geschwindigkeit, rohe Kraft und Instinkt. Jeder Schritt, jeder Schwung, jede Finte zwang sie, ihm körperlich zu begegnen, sein Gewicht, seinen Schwung, seine Stärke vorauszuahnen.
„Halt deinen Schwerpunkt“, bellte er und umkreiste sie. Muskeln spannten sich an, das Sonnenlicht glitzerte auf seiner Haut. „Denk nicht zu viel nach, Charise. Bewege dich, kämpf nicht gegen dich selbst.“
„Ich bewege mich“, schnappte sie zurück und holte mit einem schnellen Tritt nach ihm aus, den er mit einer Hand auffing. „Ich bin nicht steif, ich bin taktisch.“
Sein tiefes Knurren grollte durch seine Brust, als er sie leicht, aber präzise wegstieß und sie zwang, einen Schritt zurückzutreten, sich anzupassen, zu kontern. „Hör auf, Ausreden zu suchen.“
Sie verbrachten Stunden damit, sich zu umkreisen, zu kämpfen, Schläge auszutauschen, zu blocken, zu rollen, zu springen. Schweiß überzog ihre Haut, Haare klebten an Stirnen, Atem kam in kurzen, erhitzten Stößen. Jedes Mal, wenn sie eine clevere Manöver versuchte, blockte oder konterte er, und jedes Mal, wenn sie ihn überwand, sah sie ein kurzes Aufblitzen von Überraschung in seinen dunklen Augen, bevor er es mit Kontrolle maskierte.
„Du machst es falsch“, bellte er immer wieder. „Nochmal.“
„Ich mache es richtig, Pagan“, schoss sie zurück, Frustration durchzog ihre Stimme. „Du sagst immer dasselbe, und ich bin nicht perfekt.“
Er grinste, ein gefährliches Glitzern in den Augen, als wären ihre Worte Treibstoff für etwas Dunkleres. „Nein, kleiner Sturm. Du lernst — aber Perfektion ist nicht der Punkt. Ausdauer, Reaktion, Kontrolle.“
Er stieß ein tiefes Knurren aus, eine Vibration, die sich tief in ihrer Brust sammelte. Seine Hände kamen nach vorn, testeten ihr Gleichgewicht, prallten in einem Stoß gegen sie, den sie in den Knochen spürte. Hitze blühte zwischen ihnen auf, sofort, körperlich. Sie begegnete ihm, drehte sich, wand sich mit einer Stärke, von der sie bis zu diesem exakten Moment nicht gewusst hatte, dass sie sie besaß.
Dann, mit einer schnellen Rolle, erwischte sie ihn auf dem falschen Fuß. Ihre Beine schlangen sich um seine Taille, während sie sich drehte und ihn auf die Matte unter ihr warf. Für einen Herzschlag schwebte sie über ihm, die Brust an seine gedrückt, der Puls hämmernd vor Anstrengung und der brodelnden Elektrizität, die durch ihr Band knisterte.
Seine Augen verdunkelten sich, die Pupillen geweitet, der Kiefer angespannt. „Vorsicht, Charise“, warnte er, die Stimme tief, gefährlich. „Beim nächsten Mal lasse ich das nicht durchgehen. Wenn du mich noch einmal so herausforderst…“
Sie zog eine Braue hoch, neckend. „Oder…?“ Ihre Worte waren ein Flüstern, doch jede Silbe neckte und testete ihn.
Seine Lippen verzogen sich langsam, raubtierhaft. „Du wirst… eine Woche lang nicht sitzen können, kleiner Sturm“, sagte er, jedes Wort bewusst, jede Unze seiner besitzergreifenden Absicht strahlte durch das Band. Ihr Inneres zog sich instinktiv zusammen, jeder Nerv alarmiert, Hitze sammelte sich tief, während sich ihr Bauch anspannte.
„Ist… das ein Versprechen?“ Sie flüsterte, forderte ihn heraus und lehnte sich gerade weit genug vor, um ihre Brust an seine zu drücken.
Seine Augen waren geschmolzen, obsidianschwarz, unblinking. „Versuch’s doch“, hauchte er, und das Knurren in seiner Kehle sandte Schauer ihre Wirbelsäule hinunter.
Sie machten weiter — es fühlte sich wie Stunden an, obwohl die Sonne träge über ihnen wanderte — bewegten sich, drängten, testeten. Jeder Stoß seiner Hände, jeder Zusammenprall ihrer Körper brachte einen Schwall von Hitze. Sie spiegelte ihn, wann immer sie konnte, passte sich seiner Stärke an, nutzte Hebelwirkung zum Kontern. Und doch gab es Momente, die sie nicht vorausahnen, nicht abwehren konnte: seine rohe Kraft, die sich in sie drückte und sie an die Kontrolle erinnerte, die er immer hielt — und die sie nun herausfordern durfte.
Sie spürte, wie seine Finger über ihren Rücken strichen, eine Berührung, die weit länger verweilte als nötig. Sie konterte mit einem eigenen neckenden Stoß, lehnte sich an ihn, testete Grenzen und beobachtete, wie sich sein Kiefer vor Frustration anspannte, während der wolfische Instinkt an seiner Zurückhaltung nagte.
„Fokussiere dich“, knurrte er bei einem besonders aggressiven Ringkampf, die Zähne blitzten auf, als er versuchte, sie festzunageln. Sie drehte sich, ihre Hüften streiften seine, die Ellbogen trafen ihn genau an der richtigen Stelle, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, und plötzlich lag er auf der Matte, vorübergehend gefangen zwischen Frustration und Ehrfurcht.
Sie lachte, der Laut hell und waghalsig. „Ausdauer als Nächstes, richtig?“
Sein dunkler Blick hob sich zu ihrem, die Pupillen weit, jeder Muskel angespannt, während er einatmete, der Wolf kratzte an seiner Kontrolle. Sie grinste, lehnte sich zurück, ließ ihre Hände an ihren Seiten hinuntergleiten, neckend, ließ das subtile Pulsieren des Bandes durch sie summen.
„Komm schon, Alpha… lass uns sehen, ob du mich fangen kannst.“
Ohne zu warten, drehte sie sich zur Baumgrenze und rannte los. Der Wind peitschte an ihr vorbei, Haare klebten an schweißnasser Haut, Muskeln spannten sich und waren lebendig. Jeder Herzschlag pulsierte vor der Hitze der Vorfreude, das Band summte zwischen ihnen wie ein unter Strom stehender Draht. Sie konnte ihn hinter sich spüren, seine Schritte lautlos, aber tödlich, die wolfischen Instinkte bereits bereit, und ihr eigener Wolf heulte vor Freude.
Die Jagd hatte begonnen.
Der Wind peitschte an ihr vorbei, als Charise zwischen den Bäumen hindurchschoss, Wurzeln drohten sie zu Fall zu bringen, Blätter kratzten über ihre Arme. Ihr Herz hämmerte, der Wolf summte im Gleichklang mit Pagans, der direkt hinter ihr war. Jeder Muskel war lebendig, jeder Atemzug ein scharfer Adrenalin- und Hitzeschub.
Sie konnte ihn spüren — nicht nur folgend, sondern jagend. Seine Präsenz drückte sich gegen ihre, raubtiernah, wand sich um sie, ließ das Band lauter summen. Ein Grinsen breitete sich trotz der Anstrengung auf ihrem Gesicht aus; er war bereits wütend, der Wolf kratzte an seiner Kontrolle.
„Ausdauer, kleiner Sturm“, grollte seine Stimme irgendwo hinter ihr, tief und wild. „Du testest mich.“
„Oh, das weiß ich“, rief sie über die Schulter zurück und drehte sich mitten im Lauf, um ihn anzusehen. Seine Augen waren dunkel, die Pupillen geweitet, der Kiefer angespannt.
Ein tiefes Knurren vibrierte durch ihn, schüttelte die Luft, und seine Schritte beschleunigten sich. Die Erde schien sich unter seinem Gewicht zu verschieben. Plötzlich war er unmöglich nah. Finger packten ihren Ellbogen mit brutaler Präzision, rissen sie zurück an ihn und drückten ihren Körper an seinen.