Zamira blieb die ganze Nacht wach. Egal wie sehr sie es versuchte, es fühlte sich an, als würde selbst der Schlaf mit ihr trauern. Das Schlimmste war, dass die Nacht, die sie sich so lang erhofft hatte, unerwartet kurz war. Sie wollte den Tag nicht sehen, zumindest nicht nach den erschütternden Neuigkeiten, die ihre Mutter ihr mitgeteilt hatte – dass sie in wenigen Stunden den Menschen heiraten würde, den eine Frau am wenigsten heiraten wollen würde. Sie war so lange wach geblieben, dass ihre Augen schmerzten, aber das war nichts im Vergleich zu den Schmerzen, die sie in ihrem Herzen spürte. Es fühlte sich nicht einmal so an, als wäre die Nacht überhaupt gekommen, sondern als wäre sie direkt nach den Worten ihrer Mutter, dass sie Alvarez heiraten würde, in den nächsten Tag katapultiert wor

