Sie sah ihn über den Tisch hinweg an – wie immer vollkommen gefasst, der Anzug makellos, doch sie sah die Schatten unter seinen Augen. Sie sah, wie er seinen Kaffee umklammerte, als wäre er das Einzige, was ihn aufrecht hielt. Er war erschöpft. Wegen ihr. Weil sie immer wieder schreiend aufwachte und er jedes Mal angerannt kam. „Du musst damit aufhören“, sagte sie. „Womit?“ „Damit. Das Sitzen auf dem Boden. Die nächtlichen Rettungsaktionen. Das ist nicht mehr tragbar.“ „Ich entscheide, was für mich tragbar ist.“ „Cassian –“ „Lysandra.“ Er stellte seinen Kaffee ab. Sah sie mit diesen sturmgrauen Augen an, die immer zu viel sahen. „Soll ich aufhören zu kommen, wenn du rufst?“ *Nein.* Um Gottes Willen, nein. Die Albträume waren schlimm, aber danach allein aufzuwachen, war noch sch

