Öffne mich

761 Words

Der Geschmack der exotischen Frau liegt mir noch auf der Zunge, als ich mir Wasser ins Gesicht spritze. Ich mache mir nicht einmal die Mühe, den Lippenstiftfleck abzuwischen, den sie auf meinem Kinn hinterlassen hat. Der Nächste soll ihn sehen. Er soll wissen, dass ich bereit bin. Das Klopfen kommt früher als erwartet. Keine Pause. Keine Höflichkeit. Nur die Tür, die aufschwingt, und ein Mann, der hereinkommt, als gehöre ihm die Welt. Er ist nicht gepflegt. Nicht geschmeidig. Schwarze Jeans, Lederjacke, Tattoos, die sich seinen Hals hinaufschlängeln. Scharfe, gemeine und hungrige Augen. Die Art von Mann, die man nicht vorstellen muss, weil seine Präsenz alles sagt. „Du“, knurrt er und zeigt auf mich. „Zieh dich aus. Sofort.“ Ich lache, halb aus Nervosität, halb aus Aufregung. „Nicht ei

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