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Dem Alpha des feindlichen Rudels vorherbestimmt

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Zara, die Tochter des Alphas des Bloodmoon-Rudels, schafft es bei der Paarungszeremonie nicht, sich mit Storme, ihrem Freund, zu verbinden. Das stürzt sie, ihren Vater und ihre Schwester in Verwirrung. Was sie jedoch nicht wissen, ist, dass sie in derselben Nacht tatsächlich ihren Gefährten gefunden hat, nur ist es nicht Storme, sondern Lucien, der kalte Alpha ihres rivalisierenden Rudels.

Auch Lucien würde lieber seine Position verlieren, als seine Feindin als Gefährtin zu akzeptieren.

Was beide nicht wissen, ist, dass das Schicksal seinen eigenen Weg hat, Menschen zusammenzubringen. Selbst eingeschworene Feinde!

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Meinen Gefährten finden
Zara Ich konnte das Jubeln und den Applaus aus der Veranstaltungsarena unten hören. Die Partylichter blitzten über den Nachthimmel direkt vor meinem Fenster und ergänzten den Vollmond, der strahlend am Himmel leuchtete. Ich lächelte innerlich. Heute Nacht gehört mir! „Ugh! Kannst du nicht noch langsamer sein?“, fragte ich angewidert und warf der Dienerin, die gerade meine Haare machte, einen genervten Blick zu. Ich hatte die Aufgabe meiner Freundin Selene übertragen, die beschlossen hatte, dass ausgerechnet heute der beste Zeitpunkt war, mich sitzen zu lassen. „Es ist fertig, Miss Zara. Sie können jetzt in den Spiegel schauen“, sagte sie schüchtern und trat von dem Hocker zurück, auf dem ich saß. „Wow!“, rief ich aus, strich über meine Haare und betrachtete mein Spiegelbild. „Tut mir leid, dass ich vorhin gemein zu dir war. Ich bin wegen heute Abend einfach wirklich nervös“, entschuldigte ich mich bei ihr. Was, wenn ich mich nicht mit Storme verbinden würde? Wie sollte ich mit dieser peinlichen Situation umgehen? „Ich weiß, Miss. Ich könnte Ihnen niemals böse sein“, antwortete sie mit einem strahlenden Lächeln. Ich öffnete die Schublade neben meinem Bett und holte meine wertvolle Haarspange hervor, das einzige Andenken, das ich von meiner verstorbenen Mutter besaß. Sie hatte sie mir gegeben, als ich noch ein kleines Kind war, nur wenige Tage bevor sie diese lange Reise antrat, von der mein Vater immer sprach. Ich wusste, dass sie tot war. Irgendetwas in mir sagte mir das, aber man hatte mir nie erlaubt, ihren leblosen Körper zu sehen. Die wenigen Erinnerungen, die ich an sie hatte, begannen langsam zu verblassen, aber eine Sache würde ich niemals vergessen, ihr sanftes, beruhigendes Lächeln und diese jadegrünen Augen, die immer feucht wirkten, als wäre sie jederzeit bereit zu weinen. Doch selbst das begann langsam aus meinem Gedächtnis zu verschwinden. Ich steckte die Haarspange in mein Haar und sah erneut in den Spiegel. „Liebe Mutter, ich weiß, dass du heute Nacht hier sein und über mich wachen wirst“, sagte ich, als mir eine Träne über das Gesicht rollte und auf meine Brust tropfte. Vorsichtig, um mein Make-up nicht zu ruinieren, tupfte ich die Träne schnell mit einem Handtuch weg und ging nach unten, wo mein bester Freund und zukünftiger Alpha, Storme, bereits auf mich wartete. Heute Nacht würden wir endlich als Gefährten verbunden werden. Ich hatte mein ganzes Leben auf diesen Moment gewartet. „Ich hoffe nur, dass nichts schiefgeht“, sagte ich zu mir selbst. „Wow, du siehst umwerfend aus, Zee!“, sagte er und legte seine Arme um meine Taille, um mich zu umarmen. „Danke, Storme“, antwortete ich mit einem süßen Lächeln und wand mich aus seiner Umarmung. „Komm, sie warten auf uns, auf dich“, sagte er, nahm meine Hand und führte mich aus dem Eingang hinaus auf den offenen Hof. Der Applaus wurde ohrenbetäubend laut, als der Scheinwerfer auf mich gerichtet wurde. „…Und hier kommt die Dame der Stunde, diejenige, für die wir uns heute hier versammelt haben, die… bezaubernde… Zara… Emberfall…!“, schrie der Moderator ins Mikrofon, während erneut tosener Applaus aus der Menge ausbrach. Storme hielt meine Hand fest und führte mich durch die Menschenmenge zur Bühne. Die Menge teilte sich, um uns Platz zu machen, während wir nach vorne gingen. Ich blickte zur Seite und entdeckte Maya, meine Schwester, die wild klatschte und mir das süßeste Lächeln schenkte. „Hi Storme“, formte sie lautlos mit den Lippen und Storme winkte ihr zu. Neben ihr stand Melissa, meine andere Schwester. Sie sah nicht besonders erfreut aus und schenkte mir nur einen gleichgültigen Blick, aber ich durfte mir davon nicht die Stimmung verderben lassen. Nicht heute Nacht. Wir gingen an ihnen vorbei und näherten uns der Bühne, wo der Moderator bereits wartete. Ich entdeckte meinen Vater, der auf einem hohen Stuhl in der Ecke der Bühne saß. Sein Lächeln drängte mich förmlich nach vorne. Ich hatte sein Lächeln gerade erwidert, als mich plötzlich eine Welle von etwas überkam, das ich nicht beschreiben konnte. Ich blieb abrupt stehen und wäre beinahe gefallen, doch Stormes Hände hielten mich fest. Es fühlte sich an, als würde etwas in mir erwachen. Mein Inneres stand in Flammen, irgendetwas regte sich tief in mir. Die Haare auf meinem Körper stellten sich auf und ich spürte eine starke Kraft, die mich von Storme weg und hin zur Menge zog, doch ich ließ seine Hand nicht los. Hunderte Augen waren auf mich gerichtet und ich konnte nicht zulassen, dass das alles ruinierte, was auch immer mit mir geschah. „Geht es dir gut?“, fragte er und hielt mich fest an sich, während er mich weiterführte. „Ich glaube schon“, flüsterte ich mit heiserem Atem. Dann traf plötzlich ein starker Duft meine Nase. Er war moschusartig, holzig und erdig zugleich, mit einem leichten Hauch zerstoßener Pfefferminze. Sofort wurden all meine Sinne wach und mein Wolf stieß ein zufriedenes Schnurren aus. Es geschah. Ich glaube, ich hatte gerade den Duft meines Gefährten wahrgenommen. Der Geruch war stark, männlich und berauschend. Vor Freude hätte ich beinahe aufgequiekt und völlig vergessen, dass Storme immer noch neben mir stand und meine Hand hielt. Jetzt sah ich ihn an und erwartete, dass der Duft, den ich eben wahrgenommen hatte, von ihm stammte, aber nein. Er sah aus, als wüsste er ebenfalls, was gerade passiert war, doch er ließ sich nichts anmerken und führte mich weiter zur Bühne. Endlich erreichten wir den vorderen Bereich der Menge, nach einem Weg, der sich wie hundert Meilen angefühlt hatte. Gemeinsam mit Storme stieg ich auf die Bühne und stellte mich zwischen ihn und den Moderator. „Heute Nacht wird unsere bezaubernde Prinzessin Zara mit ihrem Gefährten verbunden werden…!“ Seine Stimme hatte die kraftvolle Intensität verloren, mit der er noch vor wenigen Augenblicken gesprochen hatte. Erneut brach Applaus aus der Menge aus und zwischen Jubel und Gelächter sah ich den Moderator Noah an, der mich nun mit besorgten Augen anstarrte. Auch mein Vater hatte sich von seinem Stuhl erhoben und war zu uns in die Mitte der Bühne gekommen. Storme trat etwas zur Seite, damit er neben mir stehen konnte. Ich schätze, sie hatten alle gesehen, was mit mir passiert war. Mein Vater drückte beruhigend meine Hand, obwohl ich immer noch völlig aufgewühlt war. Auf seiner Stirn lagen tiefe Sorgenfalten. Der Duft, den ich zuvor wahrgenommen hatte, hing noch immer in meiner Nase und mein Wolf tobte in mir, drängte mich dazu, in die Menge zu rennen und herauszufinden, zu wem dieser Duft gehörte, doch ich unterdrückte den Drang und hielt mich zurück. Ich wusste nur eines. Es war nicht Storme. Er war nicht mein Gefährte. Ein Blick auf ihn genügte und ich wusste, dass auch er es wusste. Ich würde nicht seine Luna werden, wir würden nicht zusammen sein. Mein Gefährte befand sich irgendwo in dieser Versammlung und es war nicht Storme. Enttäuschung breitete sich auf meinem Gesicht aus. Doch ich glaubte, einen Hauch eines Lächelns an seinem Mundwinkel zu erkennen. Hat Storme gerade gelächelt? „Hm… hmm…“ Der Moderator räusperte sich. „Es scheint, dass ähm…“ Seine Stimme verlor sich. Irgendwo in der Menge entstand plötzlich ein Tumult. Zwischen einigen Leuten war ein Kampf ausgebrochen und innerhalb von Sekunden herrschte völliges Chaos. Schnell kamen einige Soldaten herbei, eskortierten meinen Vater und mich von der Bühne und brachten uns ins Hauptgebäude. Ich rannte in mein Zimmer hinauf und beobachtete das Geschehen von meinem Fenster aus. Wenige Augenblicke später bekamen die Soldaten die Situation unter Kontrolle und alles beruhigte sich wieder, doch die Menge hatte sich bereits zerstreut und die Arena war fast leer. Ich wollte gerade das Fenster schließen, als ich aus den Augenwinkeln einen Schatten bemerkte, der aus der dichten Baumgruppe floh, nur wenige Meter vom hohen Zaun entfernt, der das Anwesen umgab. „Wer könnte das sein?“, fragte ich mich, während ich mein Kleid auszog und etwas Bequemeres anzog. Mein Tag war ohnehin schon ruiniert. Ich hatte die Ereignisse dieser Nacht noch gar nicht verarbeitet, den starken Duft meines Gefährten, der nicht Storme war, die zerstörte Feier und jetzt auch noch dieser Schatten? Meine Neugier gewann die Oberhand und ich schlich mich unbemerkt aus der Villa. Draußen vor den Toren des Anwesens prickelte meine Nase und ich nahm den Duft erneut wahr. Ich ließ ein leises Heulen hören, verwandelte mich unwillkürlich vollständig in meine Wolfsform und rannte los. Mein Wolf lief wie von selbst, als hätte sie ihren eigenen Willen. Ich wusste nicht, wohin sie mich führte. Der Duft wurde mit jedem Sprung und jeder Wendung stärker. Ich rannte weiter und blieb gelegentlich stehen, um den Vollmond anzuheulen. Alles daran war neu für mich. Ich fühlte mich vollständig und frei. Plötzlich stieß ich gegen etwas, oder jemanden. Ich verwandelte mich zurück in meine menschliche Gestalt und sah die Person, die ich verfolgt hatte. Der Duft kam von dieser Person. „Wer bist du?!“, fragten wir gleichzeitig.

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