Kapitel 2-1

489 Words
2 Hunter zerrte an den Ketten, die ihn an das Metallbett fesselten. Er ließ seinen Kopf frustriert auf die harte Oberfläche fallen. Sie hatten ihn mit unzähligen Ketten von oben bis unten gefesselt. Er bewegte seinen Kopf zur Seite und versuchte den Fetzen loszuwerden, mit dem sie ihn geknebelt hatten, aber das Klebeband darüber machte es unmöglich. Er ballte bei dem Gedanken daran, wie die Menschen ihn getäuscht hatten, wütend seine Hände zu Fäusten. Selbst Menschenfrauen konnte man nicht trauen. Er hatte andere Krieger darüber reden hören, wie primitiv und feindlich diese Welt war und verfluchte nun seinen eigenen Instinkt, die weiblichen Exemplare aller Spezies zu schützen. Er war gerade auf dem Rückweg von einem Auftrag, bei dem er Menschen fassen sollte, die in der Nähe von Versorgungsstützpunkten für die Menschen Bomben hochjagten. Dies war sein letzter Auftrag, ehe er wieder in seine Heimat zurückkehren sollte. Jetzt würde er die wunderschönen Berge, Täler und Meere seiner Welt nie wiedersehen. Hunter bedauerte lediglich, dass diese betrügerische Frau, die ihn getäuscht hatte, noch lebte. Es verletzte seine Ehre, dass er so einfach überlistet worden war, aber es hatte auch sein Gutes. Dies war nämlich die Gruppe Menschen, nach denen sie gesucht hatten, bevor sie auf die Bombenleger gestoßen waren. Sie hatten von einer Gruppe Menschen gehört, die versuchte einen Trivatoren zu fangen, um ihn in ein Labor zu bringen. Er hatte nur nicht erwartet, dass auch eine Frau dazugehörte. Er hatte gewusst, wie hinterhältig Menschenfrauen sein konnten. In den vergangenen drei Jahren hier auf diesem Planeten hatte er gesehen, wozu sie fähig waren, aber, als er gesehen hatte, wie die Männer eine Frau angegriffen hatten, hatte er ohne zu zögern reagiert. Bei ihren ängstlichen Schreien hatte der Beschützerinstinkt seiner Spezies übernommen. Als sich die Tür des Transporters, in dem er sich befand, öffnete, lag er still. Der große Mann, der ihm auf den Hinterkopf geschlagen hatte, kam grinsend hinein. Hunter knurrte leise, während er in die kalten blauen Augen starrte. Seine eigenen dunkelgelben Augen brannten voller Hass und enthielten das Versprechen seinen Entführer bei erstbester Gelegenheit zu töten. »Du kannst knurren so viel du willst«, sagte der Mann mit einem fiesen Grinsen, während er sich über Hunter beugte. »Ich werde deine Eier, wenn du denn welche hast, morgen Abend als Dekoration hinten an meinem Pick-up hängen haben. Woll’n doch mal sehen, wie viel du noch knurrst, wenn Betty deine kleinen Kronjuwelen für mich abschneidet.« Der Mann sprang zurück, als Hunter plötzlich seinen Körper anspannte. Als er aber erkannte, dass Hunter nicht von seinen Ketten loskommen konnte, lachte er auf. Er salutierte, drehte sich um, sprang aus dem Lieferwagen und ließ Hunter allein in der Dunkelheit zurück. Hunter lag auf dem Rücken und versuchte eine Fluchtmöglichkeit zu ersinnen. Sobald er sich befreit hätte, würde er als erstes den Mann von eben aufspüren. Danach wäre die Frau dran. Er würde ihnen schon zeigen, was mit jemandem passierte, der einen Trivatorkrieger angriff und bedrohte.
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