KAPITEL EINUNDZWANZIG

1116 Words

Seans Sicht Die Panik und die Angst, die tagelang geherrscht hatten, und das ständige, mechanische Piepen aus dem Krankenhaus waren endlich vorbei. An ihre Stelle traten sanfte Klänge, der Duft frischer Krankenhausbettwäsche und das leise Lachen fröhlicher Stimmen. Meine Mutter saß, auf ihre Kissen gestützt, ganz sie selbst. Sie wirkte lebendig, voller Energie und wieder ganz die Alte. Ich beugte mich näher ans Bett und legte meine Hände um ihre Schultern. Ich ließ sie nicht los, wie jemand, der etwas Kostbares beschützt. Meine Augen wichen nicht von ihrem Gesicht, ich betrachtete sie wie ein kostbares Sammlerstück. „Hallo, Mama“, flüsterte ich mit belegter Stimme. „Schön, dass du wieder da bist. Willkommen, es ist schon eine Weile her.“ Sie lachte leise und klopfte mir sanft auf den

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