MELISSA’S SICHT In meinem Zimmer zog ich das schweißnasse Shirt aus und verzog das Gesicht, als der Stoff an frischen Blutergüssen klebte. Jede Bewegung tat weh, aber der Schmerz hielt mich wachsam. Ich brauchte ihn – er erinnerte mich daran, dass ich nicht mehr schwach war. Dass ich der Rache, die ich in jener Nacht geschworen hatte, als mein Rudel mich verriet, ein Stück nähergekommen war. Doch bevor ich meine Gedanken ordnen konnte, flog die Tür auf. Er klopfte nicht; er zögerte nicht einmal. Er füllte einfach den Türrahmen aus. Groß, dunkel, und eine Aura aus purer Autorität umgab ihn. Seine bloße Anwesenheit raubte dem Raum die Luft. Ich versteifte mich, mein Herz schlug wild. „Was willst du?“ Er schloss die Tür hinter sich – leise, endgültig. „Reden.“ „Jetzt?“ fauchte ich. „Du

